Mit dem BMI-Rechner berechnen Sie Ihren Body-Mass-Index nach der WHO-Formel. Der BMI ist das weltweit am häufigsten verwendete Screening-Tool zur Gewichtseinordnung und hilft Ihnen, Ihr Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße einzuschätzen. Erfahren Sie, in welche WHO-Kategorie Sie fallen und was das für Ihre Gesundheit bedeutet.
Die Einteilung gilt für Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche wird der BMI mit alters- und geschlechtsbezogenen Perzentilen bewertet.
So wird gerechnet
Die WHO unterscheidet sechs Klassen: Untergewicht (unter 18,5), Normalgewicht (18,5 bis unter 25), Übergewicht bzw. Präadipositas (25 bis unter 30) und drei Adipositas-Grade: I (30 bis unter 35), II (35 bis unter 40), III (ab 40). Der Rechner ordnet den auf zwei Nachkommastellen gerundeten Wert ein, deshalb zeigt er ihn auch mit zwei Stellen. Der BMI berücksichtigt jedoch keine Muskelmasse, daher kann er bei Sportlern zu falschen Ergebnissen führen.
Kein Ersatz für ärztlichen Rat: Diese Berechnung dient der allgemeinen Information. Sie stellt keine Diagnose, keine Therapieempfehlung und keine medizinische Beratung dar. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.
BMI = Gewicht / Größe².
Hintergrund
Ein BMI-Punkt wiegt nicht überall gleich viel
Die Grenzen der BMI-Tabelle sind für alle Erwachsenen dieselben – die Kilogramm dahinter nicht. Bei 1,50 m entspricht ein BMI-Punkt 2,25 kg, bei 2,00 m 4,00 kg. Das Normalgewicht umfasst bei der kleineren Größe 14,6 kg, bei der größeren 26,0 kg. Und wer eine Gestalt unverändert von 1,60 m auf 1,90 m vergrößert, rutscht von BMI 22,0 auf 26,1 – ins Übergewicht, ohne dass sich an den Proportionen etwas ändert.
Grundlage: Deutsche Adipositas-Gesellschaft – Definition von Übergewicht und Adipositas · WHO – Obesity and overweight, Fact Sheet und 2 weitere · alle Quellen
Woher die Grenzen im Rechner stammen
Der Rechner oben auf dieser Seite teilt das Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Größe in Metern und ordnet das Ergebnis in sechs Klassen ein: unter 18,5 Untergewicht, bis unter 25 Normalgewicht, bis unter 30 Übergewicht, danach Adipositas in drei Graden mit den Grenzen 35 und 40. Das ist die Gewichtsklassifikation für Erwachsene, die die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2000 festgelegt hat; die Deutsche Adipositas-Gesellschaft gibt sie in dieser Form wieder. Das Modul kennt weder Alter noch Geschlecht, und die Tabelle für Erwachsene sieht auch keine Stufen danach vor.
Für Kinder und Jugendliche gilt sie dagegen nicht. Die WHO bewertet zwischen 5 und 19 Jahren den BMI im Verhältnis zum Alter – Übergewicht beginnt dort eine Standardabweichung über dem Median ihrer Wachstumsreferenz, nicht bei einem festen Wert. In Deutschland empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter Perzentilkurven: Übergewicht oberhalb der 90., Adipositas oberhalb der 97. Perzentile. Wer für ein Kind rechnet, bekommt oben eine Klasse angezeigt, die für Kinder nicht definiert ist.
Innerhalb der Erwachsenen verbirgt die Tabelle etwas anderes. Weil die Größe im Quadrat im Nenner steht, bedeutet derselbe Abstand auf der BMI-Skala je nach Körpergröße eine ganz andere Menge Körpergewicht.
Die Grenzen in Kilogramm
Die Tabelle zeigt für sechs Größen, ab welchem Gewicht der Rechner die nächste Klasse ausgibt. Die Werte sind nicht mit der Formel zurückgerechnet, sondern am Rechner selbst gesucht – feiner als auf das Gramm, einschließlich der Rundung, die er intern vornimmt – und auf 100 Gramm gerundet angezeigt.
| Größe | Normalgewicht ab | Übergewicht ab | Adipositas ab | Spanne Normalgewicht | 1 BMI-Punkt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1,50 m | 41,6 kg | 56,2 kg | 67,5 kg | 14,6 kg | 2,25 kg |
| 1,60 m | 47,3 kg | 64,0 kg | 76,8 kg | 16,6 kg | 2,56 kg |
| 1,70 m | 53,5 kg | 72,2 kg | 86,7 kg | 18,8 kg | 2,89 kg |
| 1,80 m | 59,9 kg | 81,0 kg | 97,2 kg | 21,1 kg | 3,24 kg |
| 1,90 m | 66,8 kg | 90,2 kg | 108,3 kg | 23,5 kg | 3,61 kg |
| 2,00 m | 74,0 kg | 100,0 kg | 120,0 kg | 26,0 kg | 4,00 kg |
Die letzte Spalte ist das Quadrat der Größe in Metern, und sie wächst entsprechend schnell: Zwischen 1,50 m und 2,00 m liegt ein Drittel mehr Körpergröße, aber ein BMI-Punkt wiegt am oberen Ende 1,78-mal so viel wie am unteren. Dasselbe gilt für die Spanne des Normalgewichts. Sie ist bei 2,00 m mit 26,0 kg um 11,4 kg breiter als bei 1,50 m mit 14,6 kg – das 1,78-Fache.
Anschaulich wird das an einem Vergleich über die Tabelle hinweg: Allein das Übergewichtsband eines zwei Meter großen Menschen, also die fünf Punkte zwischen 25 und 30, umfasst 20,0 kg. Das ist mehr als der gesamte Normalbereich eines Menschen von 1,50 m mit 14,6 kg.
Die Grenzwerte liegen um wenige Gramm unter dem, was die Formel ergibt, weil der Rechner den BMI auf zwei Nachkommastellen rundet, bevor er einordnet. Ein Wert von 24,995 wird so bereits als 25 behandelt. Für die Aussagen dieses Artikels spielt das keine Rolle.
Wie nah das Beispiel an der Grenze liegt
Der Rechner startet mit 175 cm und 75 kg. Das ergibt BMI 24,49 und die Anzeige „Normalgewicht". Die Zahl klingt nach sicherem Abstand zur 25 – sie ist es in Kilogramm nicht. Ab 76,55 kg zeigt der Rechner Übergewicht an; bis dahin fehlen 1,55 kg. Die Normalgewichtsspanne dieser Größe reicht über 19,9 kg, und das Beispiel steht im obersten 8-Prozent-Streifen davon.
Wie groß der Puffer in Kilogramm ist, hängt wieder von der Größe ab. Wer bei 1,50 m denselben BMI von 24,49 hat, ist 1,14 kg von der Grenze entfernt, bei 2,00 m sind es 2,02 kg. Gleicher Wert, gleicher Abstand auf der Skala, aber der kleinere Mensch wechselt die Klasse schon mit gut der Hälfte des Gewichts, das der größere zunehmen müsste. Die Klasse ist eine Einteilung eines stetigen Werts und springt, wo der Wert es nicht tut.
Rückwärts gelesen gilt dasselbe für Ziele, die in BMI-Punkten formuliert sind. Von der Grenze zur Adipositas bis zurück zur Grenze des Normalgewichts sind es immer fünf Punkte. In Kilogramm sind das bei 1,50 m 11,3 kg, bei 1,70 m 14,4 kg und bei 2,00 m 20,0 kg. Ein Vergleich zweier Menschen, die „fünf BMI-Punkte" abgenommen haben, vergleicht also sehr verschiedene Gewichtsverluste. Umgekehrt senken zehn Kilogramm den BMI bei 1,50 m um 4,44 Punkte, bei 2,00 m nur um 2,50 – für den kleineren Menschen ist dieselbe Abnahme auf der Skala um 78 Prozent größer.
Gleiche Gestalt, andere Klasse
Warum steht die Größe gerade im Quadrat im Nenner? Ein Körper hat drei Dimensionen. Würde man einen Menschen in allen Richtungen gleichmäßig vergrößern – gleiche Proportionen, gleicher Körperbau, nur maßstäblich größer –, wüchse sein Gewicht mit der dritten Potenz der Größe. Der BMI teilt aber nur durch die zweite. Die folgende Rechnung macht sichtbar, was das heißt. Sie ist ein Modell, keine Beschreibung echter Menschen: Sie beginnt mit einer Person von 1,60 m und BMI 22 und vergrößert oder verkleinert sie maßstäblich.
| Größe | Gewicht bei gleicher Gestalt | BMI | Einstufung im Rechner | Index mit Exponent 2,5 |
|---|---|---|---|---|
| 1,50 m | 46,4 kg | 20,63 | Normalgewicht | 21,89 |
| 1,60 m | 56,3 kg | 22,00 | Normalgewicht | 22,61 |
| 1,70 m | 67,6 kg | 23,38 | Normalgewicht | 23,31 |
| 1,80 m | 80,2 kg | 24,75 | Normalgewicht | 23,98 |
| 1,90 m | 94,3 kg | 26,13 | Übergewicht | 24,64 |
| 2,00 m | 110,0 kg | 27,50 | Übergewicht | 25,28 |
Bei maßstäblicher Vergrößerung wächst der BMI proportional zur Größe. Die Person mit BMI 22 bei 1,60 m hätte als 1,50 m kleine Ausgabe BMI 20,63, als 1,90 m große BMI 26,13 – und würde ab 181,8 cm als übergewichtig eingestuft, obwohl sich an ihren Proportionen nichts geändert hat.
Menschen wachsen allerdings nicht maßstäblich, und ein Exponent von 3 passt nach den Worten des Oxforder Mathematikers Nick Trefethen nicht zu den Daten. Trefethen hat 2013 vorgeschlagen, den Mittelweg zu nehmen: Gewicht durch Größe hoch 2,5, mal 1,3. Der Faktor ist so gewählt, dass bei 1,69 m beide Indizes denselben Wert liefern. Die letzte Spalte zeigt, dass auch dieser Index bei maßstäblicher Vergrößerung steigt, aber langsamer: von 1,60 m auf 1,90 m um 2,03 Punkte statt um 4,13. Trefethen selbst betont, dass keine einzelne Zahl „richtig" sein kann; sein Index ist ein Vorschlag, keine Norm. Die geltenden Grenzen der WHO beziehen sich auf den klassischen BMI, und nur den rechnet der Rechner.
Was daraus folgt, ist eine Leserichtung, keine Korrektur: Folgt man Trefethen, fällt der BMI bei sehr kleinen Menschen eher zu niedrig aus, bei sehr großen eher zu hoch. Wer mit 1,90 m knapp über 25 liegt, sollte das anders lesen als jemand mit 1,55 m knapp über 25.
Broca und BMI treffen sich bei zwei Metern
Eine ältere Faustformel rechnet ganz ohne Quadrat, die nach Broca: Normalgewicht gleich Körpergröße in Zentimetern minus 100. Der Idealgewicht-Rechner nutzt sie. Legt man das Broca-Gewicht in den BMI-Rechner, zeigt sich ein auffälliges Muster.
| Größe | Broca-Normalgewicht | BMI | Einstufung im Rechner |
|---|---|---|---|
| 1,50 m | 50 kg | 22,22 | Normalgewicht |
| 1,60 m | 60 kg | 23,44 | Normalgewicht |
| 1,70 m | 70 kg | 24,22 | Normalgewicht |
| 1,80 m | 80 kg | 24,69 | Normalgewicht |
| 1,90 m | 90 kg | 24,93 | Normalgewicht |
| 2,00 m | 100 kg | 25,00 | Übergewicht |
| 2,10 m | 110 kg | 24,94 | Normalgewicht |
Der BMI des Broca-Gewichts steigt mit der Größe, erreicht bei genau 2,00 m seinen höchsten Wert von 25 und fällt danach wieder. Das ist kein Zufall der Tabelle, sondern Algebra: Der Ausdruck (Größe − 1) geteilt durch Größe zum Quadrat, beide in Metern, ist bei 2 Metern am größten und hat dort den Wert 1/4, mal 100 also 25. Das Broca-Normalgewicht liegt deshalb bei keiner Größe über der Grenze zum Übergewicht – und bei 2,00 m genau darauf. Der Rechner stuft 100 kg bei dieser Größe bereits als Übergewicht ein, weil die Klasse bei 25 beginnt.
Am unteren Ende liegt Broca weit unter der Übergewichtsgrenze: Bei 1,50 m ergibt das Broca-Gewicht von 50 kg einen BMI von 22,22, mitten im Normalbereich, der dort von 41,6 kg bis unter 56,2 kg reicht. Beide Formeln sind also nicht zwei Schätzungen desselben Werts, sondern beschreiben verschiedene Dinge: Broca einen Punkt, der BMI ein Band.
Was die Zahl nicht misst
Der BMI kennt nur Gewicht und Größe. Ob das Gewicht aus Muskeln oder Fett besteht und wo das Fett sitzt, sieht er nicht. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft verweist deshalb auf den Taillenumfang als einfaches Maß für Fett im Bauchraum: Ab 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern spricht sie von abdominaler Adipositas, und bei einem BMI ab 25 soll er stets gemessen werden. Der Rechner fragt danach nicht.
In der Tabelle der Gesellschaft heißt die Stufe von 25 bis 29,9 übrigens „Präadipositas"; „Übergewicht" ist dort der Oberbegriff für alles ab 25, einschließlich der Adipositas. Der Rechner verwendet „Übergewicht" im engeren Sinn für diese eine Stufe. Wer mit einem Befund oder einer Leitlinie vergleicht, sollte das im Kopf behalten.
Schließlich bleibt die Einschränkung vom Anfang: Alle Zahlen dieses Artikels gelten für Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche entscheidet nicht die Tabelle, sondern die Perzentile für Alter und Geschlecht.