Energie

Berechnen Sie Ihre jährlichen Stromkosten aus Verbrauch und Strompreis. So erkennen Sie Einsparpotenzial und können Angebote verschiedener Stromanbieter vergleichen.

Stromkosten pro Jahr
— €

So wird gerechnet

Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis liegt 2026 bei 37,0 ct/kWh einschließlich aller Steuern, Abgaben und Umlagen sowie des anteiligen Grundpreises. Ein typischer Haushalt verbraucht 1.500 bis 5.500 kWh im Jahr, je nach Personenzahl.

Kosten = Verbrauch × Preis. Voreingestellt sind 37,0 ct/kWh – der durchschnittliche Strompreis für Haushalte 2026 nach der BDEW-Strompreisanalyse April 2026 (Datenstand 04/2026, abgerufen am 12.08.2026), bezogen auf einen Jahresverbrauch von 3.500 kWh und einschließlich des anteiligen Grundpreises.

Häufige Fragen

Was ist eine kWh?

Eine Kilowatt-Stunde (kWh) ist die Energiemenge, die ein 1 kW-Gerät in einer Stunde verbraucht. Beispiel: Ein 100W-Gerät verbraucht in 10 Stunden 1 kWh. Der Stromzähler zeigt den Verbrauch in kWh.

Wie hoch ist ein durchschnittlicher Stromverbrauch?

1-Person-Haushalt: 1.500 kWh/Jahr, 2-Person: 2.500 kWh, 3-Person: 3.500 kWh, 4-Person: 4.500 kWh. Mit elektrischer Heizung oder Wärmepumpe kann der Verbrauch verdoppeln sich.

Ist der Grundpreis im Ergebnis enthalten?

Anteilig ja. Der voreingestellte Durchschnittspreis von 37,0 ct/kWh ist ein Vollpreis: Der BDEW legt ihn auf einen Jahresverbrauch von 3.500 kWh um und rechnet die monatliche Grundgebühr darin ein, ebenso die Mehrwertsteuer. Sie dürfen den Grundpreis also nicht noch einmal aufschlagen. Zwei Einschränkungen: Bei deutlich kleinerem Verbrauch verteilt sich der Grundpreis auf weniger Kilowattstunden, die Rechnung fällt dann etwas zu niedrig aus – bei sehr großem Verbrauch umgekehrt. Und wer den Arbeitspreis aus der eigenen Rechnung einträgt, muss den Grundpreis selbst dazurechnen.

Wie kann ich Strom sparen?

LED-Lampen statt Glühbirnen, Geräte ausschalten (nicht nur Stand-by), Kühlschrank nicht neben Herd stellen, duschen statt baden (falls Boiler), Waschamaschine nur voll laden, bei neuen Geräten auf Effizienzklasse achten.

Lohnt sich eine Wärmepumpe wirtschaftlich?

Bei hohen Strompreisen und altér Heizung: Ja. Wärmepumpen brauchen ca. 3x weniger Energie als Heizöl/Gas-Heizungen (COP 3-4). Mit Solaranlage noch besser. Kosten: 10.000-30.000€, amortisiert sich in 10-15 Jahren.

Wie hoch ist der Strompreis 2026 wirklich?

Es kommt darauf an, welche Zahl gemeint ist. Der BDEW ermittelt für 2026 einen Durchschnitt von 37,0 ct/kWh – das ist der Preis der Tarife, die Sie heute abschließen können. Das Statistische Bundesamt kommt für das 2. Halbjahr 2025 auf 40,55 ct/kWh, weil es misst, was Haushalte in ihren bestehenden Verträgen tatsächlich zahlen. Die Lücke von rund 3,5 ct/kWh ist ungefähr das, was ein Tarifwechsel bringen kann – bei 3.500 kWh sind das gut 124 € im Jahr.

Warum ist der Strompreis 2026 gesunken?

Vor allem wegen der Netzentgelte: Sie liegen 2026 bei 9,26 ct/kWh und damit 1,6 ct/kWh niedriger als im Vorjahr, weil der Bund seit 2026 einen Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten zahlt. Auch Beschaffung und Vertrieb sind mit 15,17 ct/kWh leicht günstiger. Die Steuern, Abgaben und Umlagen sind mit 12,6 ct/kWh unverändert geblieben.

Welche Haushaltsgeräte verbrauchen am meisten Strom?

Die größten Stromfresser: 1. Warmwasserboiler (800-1.500 kWh/a), 2. Kühl-Gefrierkombination (200-400 kWh/a), 3. Waschmaschine + Trockner (300-500 kWh/a), 4. Geschirrspüler (200-300 kWh/a), 5. Beleuchtung (200-400 kWh/a). Ein alter Kühlschrank (Klasse D) verbraucht bis 3x mehr als ein neues A-Gerät.

Stromkosten verstehen und optimieren

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte liegt 2026 bei 37,0 ct/kWh. Die Zahl stammt aus der BDEW-Strompreisanalyse April 2026 und bezieht sich auf einen Musterhaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch; der Grundpreis ist anteilig eingerechnet. So verteilt sich der Preis:

  • Strombeschaffung und Vertrieb: 15,17 ct/kWh (41,3 %)
  • Netzentgelt: 9,26 ct/kWh (24,9 %)
  • Steuern, Abgaben und Umlagen: 12,6 ct/kWh (33,9 %)

Die Abgaben im Einzelnen: Mehrwertsteuer 5,91 ct/kWh, Stromsteuer 2,05 ct/kWh, Konzessionsabgabe 1,665 ct/kWh, Aufschlag für besondere Netznutzung 1,559 ct/kWh, Offshore-Netzumlage 0,941 ct/kWh und KWKG-Umlage 0,446 ct/kWh. Eine EEG-Umlage taucht hier nicht mehr auf: Sie wurde zum 1. Juli 2022 auf null gesetzt und ist seither kein Bestandteil des Strompreises. Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird seitdem aus dem Bundeshaushalt finanziert.

Warum der Preis 2026 gesunken ist: Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr geht fast vollständig auf die Netzentgelte zurück, die um 1,6 ct/kWh gefallen sind – der Bund bezuschusst seit 2026 die Übertragungsnetzentgelte. Beschaffung und Vertrieb sind leicht günstiger, die Steuern und Abgaben unverändert.

Stromkosten nach Haushaltsgröße (37,0 ct/kWh, Stand 2026)

HaushaltVerbrauch (kWh/a)Kosten pro JahrKosten pro Monat
1 Person1.500555,00 €46,25 €
2 Personen2.500925,00 €77,08 €
3 Personen3.5001.295,00 €107,92 €
4 Personen4.5001.665,00 €138,75 €
5+ Personen5.5002.035,00 €169,58 €

Der Grundpreis ist in den 37,0 ct/kWh bereits anteilig enthalten und wird nicht zusätzlich addiert. Genau aufgeht die Rechnung beim Musterhaushalt mit 3.500 kWh (1.295,00 € im Jahr). Bei 1.500 kWh verteilt sich der Grundpreis auf weniger Kilowattstunden – dort liegen die tatsächlichen Kosten etwas über dem Tabellenwert, bei 5.500 kWh etwas darunter.

Zwei offizielle Zahlen, zwei Bedeutungen

QuelleZeitraumPreisWas gemessen wird
BDEW-Strompreisanalyse2026 (Datenstand 04/2026)37,0 ct/kWhTarife, die heute abschließbar sind – Tarifprodukte und Grundversorgung, gewichtet nach der Vertragsstruktur der Bundesnetzagentur, Musterhaushalt 3.500 kWh
Statistisches Bundesamt2. Halbjahr 202540,55 ct/kWhWas Haushalte in bestehenden Verträgen tatsächlich zahlen, mengengewichtet, Verbrauchsband 2.500 bis 5.000 kWh

Beide Zahlen sind korrekt und messen Verschiedenes. Der amtliche Wert liegt höher, weil viele Haushalte in älteren, teureren Verträgen und in der Grundversorgung sitzen. Die Differenz ist deshalb keine statistische Unschärfe, sondern der ungefähre Betrag, den ein Tarifwechsel bringen kann.

Regionale Preisunterschiede in Deutschland

Der Durchschnitt verdeckt erhebliche regionale Unterschiede, die vor allem aus den Netzentgelten kommen: Sie werden je Netzgebiet festgelegt und sind dort am höchsten, wo viel erneuerbare Erzeugung an wenige Abnehmer angeschlossen ist. Deshalb zahlen Haushalte im windreichen Norden und Osten traditionell mehr als im dicht besiedelten Westen. Der Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten dämpft diesen Unterschied ab 2026, hebt ihn aber nicht auf. Den Preis für Ihr Netzgebiet nennt Ihr Netzbetreiber; er steht auch auf Ihrer Stromrechnung.

Die 5 wirksamsten Strom-Spartipps mit konkreter Ersparnis

1. Alte Kühl-Gefrierkombination ersetzen: Ein 15 Jahre alter Kühlschrank verbraucht 350-450 kWh/a, ein neues A-Gerät nur 100-150 kWh/a. Bei 37,0 ct/kWh sind das 93 € bis 111 € Ersparnis pro Jahr. Die Investition (400-600 Euro) amortisiert sich in 4-6 Jahren.

2. LED-Beleuchtung komplett umstellen: 10 Halogenspots (je 50 W, 3 h/Tag) verbrauchen 548 kWh/a, ersetzt durch LED (je 5 W) nur 55 kWh/a. Die eingesparten 493 kWh sind 182 € pro Jahr.

3. Stand-by konsequent abschalten: TV, Konsole, PC-Monitor, Router-Zweitgerät und Kaffeevollautomat im Stand-by verbrauchen zusammen 200-350 kWh/a. Mit schaltbaren Steckdosenleisten (5-10 Euro) sparen Sie 74 € bis 130 € pro Jahr.

4. Waschmaschine bei 30 statt 60 Grad: Ein 60-Grad-Waschgang verbraucht ca. 1,2 kWh, bei 30 Grad nur 0,4 kWh. Bei 200 Waschgängen pro Jahr sind das 160 kWh weniger, also 59 €.

5. Stromanbieter wechseln: Der Grundversorger ist fast immer teurer. Wie viel drin ist, zeigt der Abstand zwischen dem amtlichen Durchschnitt der Bestandsverträge (40,55 ct/kWh) und den heute abschließbaren Tarifen (37,0 ct/kWh): bei 3.500 kWh rund 124 € im Jahr.