Energie

Vergleichen Sie die jährlichen Heizkosten verschiedener Energieträger auf einen Blick. So finden Sie heraus, welches Heizsystem für Ihr Gebäude am günstigsten ist.

Niedrigste jährliche Kosten
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So wird gerechnet

Jeder Energieträger hat einen anderen Preis pro kWh und Wirkungsgrad. Das GEG schreibt ab 2024 für neue Heizungen 65% erneuerbare Energien vor, was die langfristigen Kosten beeinflusst.

Gas, Öl, Strom, Wärmepumpe, Pellets.

Häufige Fragen

Wie wirkt sich die Gebäudedämmung auf die Heizkosten aus?

Extrem: Ein unsanierter Altbau benötigt ~150-180 kWh/(m²·a), teilsaniert ~100 kWh/(m²·a), modernes Effizienzhaus ~50-70 kWh/(m²·a). Eine Sanierung reduziert die Heizkosten um 40-60% – das ist oft rentabler als nur die Heizung zu wechseln.

Welcher Energieträger ist langfristig am günstigsten?

Kurzfristig: Holzpellets und Wärmepumpen. Langfristig: Wärmepumpen gewinnen durch sinkende Strompreise (Energiewende). Gas wird teurer (CO₂-Abgabe steigt), Öl wird ab 2025 schrittweise verboten. Pellets sind abhängig von Holzpreisen und Lagerplatz.

Ist eine Wärmepumpe auch bei kalten Außentemperaturen wirtschaftlich?

Ja! Moderne Wärmepumpen arbeiten bis -25°C effizient (JAZ 3-4). Wichtig: Gute Gebäudedämmung und niedrige Vorlauftemperaturen (≤55°C) – dann sind sie 30-50% günstiger als Gas/Öl.

Wie sicher sind die Preisannahmen für die nächsten Jahre?

Gas/Öl: Preis hängt von Weltmarkt ab, steigen durch CO₂-Abgabe (2024 45€/t, 2025 55€/t). Strom: Wird durch Energiewende günstiger (Solar/Wind). Pellets: Holzpreise relativ stabil. Verlässlichste Langfristinvestition: Dämmung + Wärmepumpe.

Was ist der Unterschied zwischen COP und JAZ bei Wärmepumpen?

COP (Coefficient of Performance) ist ein Laborwert unter idealen Bedingungen. JAZ (Jahresarbeitszahl) ist der echte Verbrauch übers Jahr mit echtem Wetter und Betriebszuständen. JAZ ist immer niedriger (2,5-4 statt 3-5). Rechnen Sie mit JAZ!

Kann ich den Energieträger während der Heizperiode wechseln?

Nein, das ist technisch und rechtlich kompliziert. Planen Sie Wechsel für Sommer/Frühjahr. Bei moderaten Außentemperaturen ist ein paar Wochen ohne Heizung möglich. Neue Heizung sollte frühzeitig geplant und termin koordiniert werden.

Energieträger vergleichen und die beste Wahl treffen

Die Wahl des Heizenergiestoffs ist eine langfristige Entscheidung, die 20+ Jahre wirkt. Ein guter Vergleich berücksichtigt nicht nur aktuelle Kosten, sondern auch Preisentwicklung, Umwelt und Anforderungen an das Gebäude.

Energieträger im Überblick: Erdgas ist etabliert, günstig und weit verbreitet – aber Preise steigen wegen CO₂-Abgabe (+€50/Tonne bis 2030). Heizöl ist ähnlich, wird aber ab 2026 bei Austausch eingeschränkt und ab 2045 verboten. Wärmepumpen sind zukunftssicher, werden aber durch steigende Strompreise belastet (momentan 30-40ct/kWh). Pellets sind klimafreundlich, erfordern aber Lagerung und Brenner-Investment. Fernwärme ist praktisch, aber oft teuer (12-15ct/kWh) und unflexibel.

Die Rolle der Gebäudedämmung: Das entscheidende Kriterium! Ein unsanierter Altbau braucht 150-180 kWh/(m²·a), gut saniert nur 50-70 kWh. Das heißt: Bei gleicher Heizart spart Dämmung mehr als Wechsel der Energiequelle. Dann wird jede kWh günstiger, egal ob Gas, Wärmepumpe oder Pellets. Ideal: Dämmung zuerst (ROI 10-15 Jahre), dann moderner Energieträger (Wärmepumpe oder Brennwert).

Wirtschaftliche Vergleiche realistisch bewerten: Der heutige Energiepreis ist nicht morgen gültig. Gas wird durch CO₂-Abgabe teurer (+€100-150/a für Standardhaus bis 2030). Strom fällt durch Windkraft und Solarausbau (Spot-Preise oft <10ct/kWh). Eine Wärmepumpe, die heute noch teuer erscheint, kann in 5-10 Jahren die beste Wahl sein. Faustformel: Wärmepumpen rechnen sich nach 10-15 Jahren gegenüber Gas.

Anforderungen an die Heizanlage: Wärmepumpen brauchen niedrige Vorlauftemperaturen (ideale 35-45°C) – alte Heizkörper-Systeme sind schlecht geeignet. Gas/Öl können problemlos in bestehende Systeme eingebaut werden. Pellets benötigen Lagerraum (ca. 4 m² pro 100kW Heizleistung). Fernwärme ist nur sinnvoll wenn verfügbar und die Leitung günstig.

Zukunftssicherheit und Regulierung: Ölheizungen werden ab 2026 nur noch in Hybrid-Kombination erlaubt, ab 2045 verboten. Gasheizungen sind bis 2045 erlaubt, aber Preisrisiko steigt. Wärmepumpen und Pellets sind zukunftssicher. Ab 2030 müssen Neubauten 100% Erneuerbare nutzen – Eigentümer sollten jetzt planen.