Energie

Berechnen Sie Amortisationszeit, Jahresertrag und Überschuss Ihrer PV-Anlage über 25 Jahre – mit der Einspeisevergütung, die seit August 2026 gilt, und mit den laufenden Betriebskosten.

Anlagengrößen:
Amortisationszeit
— Jahre

So wird gerechnet

Der Ertrag liegt im deutschen Mittel bei 950 kWh je kWp und Jahr. Die Einspeisevergütung zahlt der Netzbetreiber nach § 25 EEG 20 Jahre lang; danach bleibt nur noch die Ersparnis beim Stromzukauf. Die Sätze sinken nach § 49 EEG zum 1. Februar und 1. August um je 1 Prozent – maßgeblich ist der Satz bei Inbetriebnahme, der dann für die gesamten 20 Jahre gilt.

950 kWh je kWp und Jahr; Einspeisevergütung nach § 48 Abs. 2 EEG in der ab 1. August 2026 geltenden Höhe (7,70 ct/kWh bis 10 kWp), Betriebskosten 1 % der Investition pro Jahr. Der voreingestellte Strompreis von 37,0 ct/kWh ist der Haushaltsdurchschnitt 2026 nach der BDEW-Strompreisanalyse April 2026 (Datenstand 04/2026, abgerufen am 12.08.2026).

Häufige Fragen

Wie rechnet sich eine PV-Anlage wirtschaftlich?

Eine 8-kWp-Anlage für 14.000 € erzeugt rund 7.600 kWh im Jahr. Bei 30 % Eigenverbrauch (2.280 kWh) und 37,0 ct/kWh Strompreis spart sie 844 € Stromkosten, für die eingespeisten 5.320 kWh kommen 410 € Vergütung dazu. Abzüglich rund 140 € Betriebskosten bleiben 1.113 € im Jahr – die Anlage ist nach 14 Jahren bezahlt.

Lohnt sich eine PV-Anlage für mein Dach?

Ja, wenn: Dach südlich/westlich ausgerichtet, keine Verschattung (Bäume, Gebäude), Hausdach/Flachdach stabil. Unrentabel bei Norddächern oder viel Verschattung. Auch kleine Anlagen ab 5 kWp rechnen sich – bei 37,0 ct/kWh Strompreis und 30 % Eigenverbrauch dauert die Amortisation 13 bis 14 Jahre. Wer mehr Strom selbst verbraucht, ist schneller durch, wer weniger verbraucht, entsprechend langsamer.

Was ist der Unterschied zwischen Eigenverbrauch und Netzeinspeisung?

Eigenverbrauch heißt: Sie nutzen den Strom selbst und sparen den Zukauf – jede Kilowattstunde ist so viel wert wie Ihr Strompreis, im Haushaltsdurchschnitt 37,0 ct. Einspeisung bringt dagegen nur die EEG-Vergütung von 7,70 ct/kWh (Anlagen bis 10 kWp, Inbetriebnahme ab August 2026). Eigenverbrauch ist also fast fünfmal so viel wert – deshalb lohnen sich Speicher und Wärmepumpe.

Brauche ich einen Stromspeicher (Batterie)?

Nicht zwingend. Ohne Speicher nutzen Sie ~30% des PV-Stroms selbst, der Rest wird eingespeist. Mit Speicher (8-10 kWh = 5.000€+): 60-70% Eigenverbrauch möglich. ROI: 15-20 Jahre. Speicher lohnt sich bei hohem Strompreis und guter Ausnutzung.

Wie lange leben Solarmodule?

Moderne Module halten 30-40 Jahre. Nach 25 Jahren: 85-90% Leistung. Wechselrichter halten 10-15 Jahre und müssen erneuert werden (~2.500€ für 8 kWp). Nach 20 Jahren fallen Kosten für Wechselrichter-Tausch an.

Welche staatlichen Zuschüsse gibt es?

Der wichtigste Vorteil ist der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG: Seit 1. Januar 2023 fällt auf Lieferung und Installation einer Anlage bis 30 kWp keine Umsatzsteuer an – das sind 19 % weniger auf den Angebotspreis. Dazu kommen zinsgünstige KfW-Kredite und regionale Zuschüsse, die je nach Bundesland und Kommune stark schwanken. Vor der Beauftragung beim eigenen Netzbetreiber und der Kommune nachfragen.

Solaranlagen wirtschaftlich planen

Photovoltaikanlagen sind für Hauseigentümer weiterhin eine rentable Investition, aber die Rechnung ist enger geworden: Die Einspeisevergütung sinkt nach § 49 EEG halbjährlich um ein Prozent und liegt für neue Anlagen bis 10 kWp seit dem 1. August 2026 bei 7,70 ct/kWh. Eine Anlage von 5 bis 10 kWp amortisiert sich beim heutigen Strompreis von 37,0 ct/kWh in 13 bis 14 Jahren und läuft danach weitere 15 bis 20 Jahre – nicht kostenlos, aber mit geringen laufenden Kosten. Der Strompreis ist dabei der empfindlichste Hebel: Er bestimmt, was jede selbst verbrauchte Kilowattstunde wert ist, und wiegt damit deutlich schwerer als die Einspeisevergütung.

Die Vergütung endet nach 20 Jahren: Nach § 25 EEG zahlt der Netzbetreiber die Einspeisevergütung 20 Jahre lang, gerechnet ab dem Jahr nach der Inbetriebnahme. Maßgeblich ist der Satz, der bei Inbetriebnahme gilt – er bleibt für die vollen 20 Jahre unverändert, spätere Absenkungen betreffen Sie nicht mehr. Nach Ablauf bleibt die Ersparnis beim Stromzukauf; für den eingespeisten Rest gibt es dann nur noch, was ein Direktvermarkter zahlt. Wirtschaftlichkeitsrechnungen, die 25 Jahre lang Vergütung unterstellen, schönen das Ergebnis um mehrere tausend Euro.

Größe und Kosten richtig dimensionieren: Eine typische Einfamilienhaus-Anlage ist 5-10 kWp groß (kostet heute 8.000-17.000 €). Die Daumenregel: 1 kWp Fläche benötigt ca. 6-8 m² Dachfläche und kostet ca. 1.500-1.800 € (Modul + Installation). Eine 8-kWp-Anlage erzeugt im deutschen Mittel rund 7.600 kWh pro Jahr – rechnerisch mehr als der Jahresverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts, allerdings zur falschen Tageszeit: Ohne Speicher fällt der Ertrag mittags an, der Verbrauch abends.

Größer ist nicht anteilig besser: Oberhalb von 10 kWp sinkt die Vergütung auf 6,66 ct/kWh. Dabei gilt der niedrigere Satz nicht rückwirkend für die ganze Anlage – nach § 48 Abs. 2 EEG wird anteilig gemischt: Bei 15 kWp werden die ersten 10 kWp mit 7,70 ct und die restlichen 5 kWp mit 6,66 ct vergütet, im Schnitt also 7,35 ct/kWh. Eine größere Anlage lohnt sich trotzdem, wenn Sie den Mehrertrag selbst verbrauchen – über die Einspeisung allein trägt sie sich schlechter als eine kleine.

Eigenverbrauch optimieren: Ohne Speicher nutzen Sie etwa 30 % des PV-Stroms selbst (wenn tagsüber wenig im Haus verbraucht wird), der Rest wird ins Netz eingespeist. Mit Stromspeicher (Batterie 5-10 kWh) steigt der Eigenverbrauch auf 50-70 %. Ein Stromspeicher kostet extra ca. 5.000-8.000 €. Ob er sich trägt, hängt am Strompreis: Jede zusätzlich selbst verbrauchte Kilowattstunde ist die Differenz zwischen Strompreis (im Haushaltsdurchschnitt 37,0 ct/kWh) und Einspeisevergütung (7,70 ct/kWh) wert, derzeit also rund 29,3 ct. Noch besser als ein Speicher: Wärmepumpe oder Warmwasserspeicher nutzen tagsüber den PV-Strom direkt, ohne Umweg über eine Batterie.

Standort und Ausrichtung entscheidend: Südausrichtung ist ideal, West- oder Ostausrichtung ist mit 80-90 % Ertrag fast genauso gut. Norddächer sind wirtschaftlich unrentabel. Wichtig: Keine Verschattung durch Bäume, Nachbargebäude oder Schornsteine – selbst 10 % Schatten reduzieren den Ertrag um 30-40 %. Ein Fachmann kann vor der Installation mit einer Verschattungsanalyse prüfen, ob Ihr Dach geeignet ist.

Wirtschaftliche Bewertung über 25 Jahre: Eine 8-kWp-Anlage für 14.000 € erzeugt im ersten Jahr 7.600 kWh und danach jährlich etwa 0,5 % weniger, weil die Module altern. Bei 30 % Eigenverbrauch und einem Strompreis von 37,0 ct/kWh spart sie im ersten Jahr 844 € Stromkosten und bringt 410 € Einspeisevergütung. Davon gehen 140 € pro Jahr für Versicherung, Wartung, Zählermiete und die Rücklage für den Wechselrichter ab, der nach 10 bis 15 Jahren fällig wird. Bezahlt ist die Anlage nach 14 Jahren; über 25 Jahre bleiben unter dem Strich 10.187 € Überschuss auf 14.000 € Einsatz – wobei die Einspeisevergütung nur in den ersten 20 Jahren fließt. Das ist solide, aber deutlich weniger, als Rechnungen ohne Betriebskosten und mit 25 Jahren Vergütung ausweisen. Steigt der Strompreis, verschiebt sich das Ergebnis nach oben – dieser Rechner rechnet bewusst mit konstanten Preisen.

Zukunftssicherheit und Regelwerk: PV-Anlagen haben eine Garantie von 25 Jahren (Module: 90 % Leistung garantiert). Der Wechselrichter muss nach 10-15 Jahren erneuert werden. Der Nullsteuersatz auf Kauf und Installation gilt bereits seit dem 1. Januar 2023 (§ 12 Abs. 3 UStG, eingeführt mit dem Jahressteuergesetz 2022) und erfasst Anlagen bis 30 kWp; das Solarpaket I von 2024 hat davon unabhängig die Anmeldung vereinfacht. Eine Genehmigung braucht es für ein normales Hausdach nicht – anzumelden ist die Anlage aber in jedem Fall beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.