Heizkosten sind meist der größte Posten in der Energierechnung von Haushalten. Mit diesem Rechner können Sie präzise berechnen, welche Heizkosten Sie mit Ihrem aktuellen Energieträger erwarten – und vergleichen, wie viel Sie mit einem Wechsel sparen können.
Unterschiedliche Energieträger und ihre Kosten: Erdgas ist mit 10-12 ct/kWh derzeit eine preiswerte Option, Heizöl ähnlich (aber starken Preisschwankungen unterworfen). Fernwärme kostet etwa 12-15 ct/kWh und steigt mit den Stadtwerken. Holzpellets sind günstig (6-8 ct/kWh), erfordern aber Lagerung und Brenner-Anschaffung. Wärmepumpen nutzen Strom und sind bei moderaten Strompreisen eine zukunftssichere Option.
Verbrauch realistisch einschätzen: Die Faustregel von 150 kWh pro m² und Jahr ist ein guter Anhalt für alte, teilweise unsanierte Häuser. Moderne, gut sanierte Häuser verbrauchen nur 50-80 kWh/m²/a. Ein Einfamilienhaus mit 120 m² sollte realistische 12.000-18.000 kWh/a verbrauchen – nachzuprüfen in der jährlichen Heizkostenabrechnung.
Sparpotenziale erkennen: Die größte Wirkung hat Sanierung (40-60% Einsparung mit Dämmung + moderner Heizung). Ohne Sanierung: Temperaturabsenkung um 1°C spart 6-8%, ein hydraulischer Abgleich 5-15%, regelmäßige Wartung 2-5%. Ein Heizungstausch von alter Öl-/Gasheizung zu Brennwert spart 10-15%, zu Wärmepumpe 30-50%.
Wirtschaftlichkeit von Heizungstausch: Eine neue Gasbrennwertanlage kostet 5.000-8.000€ und spart 1.000-2.000€/a. Eine Wärmepumpe kostet 15.000-25.000€, spart aber 3.000-5.000€/a. Mit KfW-Zuschüssen (bis 70% Förderung 2024) amortisiert sich ein Wärmepumpentausch in 8-12 Jahren. Ölheizungen sollten 2025+ nicht mehr eingebaut werden (ab 2026 schrittweise verboten).
Zukunftssicher planen: Neue Heizungen sollten mindestens 15-20 Jahre halten. Gasheizungen sind eine riskante Langzeitinvestition bei Klimaziele und steigenden CO₂-Abgaben. Wärmepumpen werden durch sinkende Strompreise (Energiewende) langfristig günstiger und sind zukunftssicher.