Der Rechner vergleicht Speichergrößen von 2 bis 15 kWh für Ihre Anlage und Ihren Verbrauch und empfiehlt die größte, deren zusätzliche Kapazität sich zum Preis Ihres Angebots über die Nutzungsdauer noch bezahlt macht.
Preis und Nutzungsdauer sind angenommen – ersetzen Sie sie durch Angebot und Garantiezeit.
So wird gerechnet
Eine Stufe lohnt sich, wenn zusätzliche Ersparnis × Nutzungsdauer ≥ zusätzliche Kapazität × Preis je kWh. Empfohlen wird die größte Stufe, bis zu der das ohne Unterbrechung gilt.
Jahresbilanz aus dem Stromspeicher-Modul: Einspeisevergütung nach § 21 Abs. 1 i. V. m. §§ 48, 49, 53 Abs. 1 EEG 2023 (Bundesnetzagentur), Strompreis nach BDEW-Strompreisanalyse April 2026, 950 kWh/kWp; Planungsannahmen 30 % Direktverbrauch, 250 Ladetage, 92 % Wirkungsgrad. Speicherpreis und Nutzungsdauer sind Ihre Eingaben. Ohne Zinsen und Alterung.
Hintergrund
Ein Speicher verdient an Zyklen, nicht an Kapazität
Eine Kilowattstunde Speicherkapazität, die jeden Ladetag voll durchläuft, bringt in dieser Rechnung 65,85 € im Jahr – in jedem Haushalt gleich viel. Der Haushalt entscheidet nur, wie viele Kilowattstunden so arbeiten. Im Beispiel sind es rund 10,4. Ein 15-kWh-Speicher ist bei 600 € je kWh trotzdem nach 13,1 Jahren bezahlt – obwohl die Kapazität über 10 kWh 3.000 € kostet und im Jahr 27,85 € einbringt.
Grundlage: Bundesnetzagentur – Fördersätze für Solaranlagen · § 48 EEG 2023 – Solaranlagen und 3 weitere · alle Quellen
Der Ertrag einer Kilowattstunde Kapazität
Ein Batteriespeicher erzeugt keinen Strom. Er nimmt mittags Überschuss auf, der sonst für die Einspeisevergütung ins Netz ginge, und gibt ihn abends ab, wenn der Haushalt sonst Netzstrom kaufen würde. Jede abgegebene Kilowattstunde spart 37,00 ct Netzstrom. Dafür musste der Speicher aber 1,087 kWh aufnehmen, weil beim Laden und Entladen Energie verloren geht – und für jede davon entgeht die Vergütung von 7,70 ct, zusammen 8,37 ct. Übrig bleibt je abgegebener Kilowattstunde eine Spanne von 28,63 ct.
Wie viele Kilowattstunden eine Kilowattstunde Kapazität im Jahr verschiebt, hängt an zwei Planungsgrößen des Rechners. Er unterstellt, dass die Anlage den Speicher an 250 Tagen im Jahr füllt, und dass davon 92 % wieder herauskommen. Solange der Haushalt abends alles abnimmt, was im Speicher steckt, ergibt sich daraus eine einfache Rechnung:
92 % × 250 Ladetage × 28,63 ct = 65,85 € je kWh Kapazität im Jahr
In dieser Formel kommen weder der Jahresverbrauch noch die Anlagengröße vor. Ein Haushalt mit 3.000 kWh und einem kleinen Speicher verdient an jeder Kilowattstunde Kapazität dasselbe wie einer mit 9.000 kWh und großem Speicher – vorausgesetzt, beide Speicher werden an jedem Ladetag geleert. Über 15 Jahre darf eine solche Kilowattstunde deshalb höchstens 988 € kosten, ohne Zinsen gerechnet. Wer mit dem vollen Strompreis statt mit der Spanne rechnet, kommt auf 1.277 € und hält Angebote für tragfähig, die es nicht sind. Wer die Vergütung abzieht, aber den Ladeverlust vergisst, setzt die Kilowattstunde Kapazität immer noch um 1,54 € im Jahr zu hoch an.
| Haushalt | Speicher | Ersparnis/Jahr | je kWh Kapazität |
|---|---|---|---|
| 3.000 kWh, 7 kWp | 4 kWh | 263,40 € | 65,85 € |
| 5.000 kWh, 10 kWp | 8 kWh | 526,80 € | 65,85 € |
| 9.000 kWh, 12 kWp | 12 kWh | 795,40 € | 66,28 € |
Die Anlage mit 12 kWp liegt knapp darüber: Oberhalb von 10 kWp sinkt die Vergütung für den Leistungsanteil darüber, die Spanne wird etwas größer.
Wo die Vollzyklen enden
Die Formel gilt nur, solange der Speicher täglich leer wird. Leeren kann ihn nur der Verbrauch, der nicht schon zeitgleich aus der Anlage gedeckt wird – der Rechner setzt dafür 70 % des Jahresverbrauchs an, gleichmäßig auf 365 Tage verteilt. Daraus folgt eine Größe, oberhalb derer zusätzliche Kapazität an keinem Tag mehr gebraucht wird:
Jahresverbrauch × 70 % ÷ 365 ÷ 92 %
| Jahresverbrauch | Speicher voll genutzt bis | höchstens verschoben/Jahr |
|---|---|---|
| 2.500 kWh | 5,2 kWh | 1.199 kWh |
| 3.500 kWh | 7,3 kWh | 1.678 kWh |
| 5.000 kWh | 10,4 kWh | 2.397 kWh |
| 7.000 kWh | 14,6 kWh | 3.356 kWh |
| 9.000 kWh | 18,8 kWh | 4.315 kWh |
Im Beispielhaushalt mit 5.000 kWh liegt die Grenze bei 10,4 kWh. Die Anlagengröße spielt dafür im Rechner keine Rolle, sobald sie genug Überschuss liefert – für diesen Haushalt ab 4,4 kWp. Das ist eine Eigenschaft des Modells, keine Beobachtung: Es rechnet mit 250 Ladetagen unabhängig davon, ob 4,4 oder 10 kWp auf dem Dach liegen. In Wirklichkeit füllt eine kleine Anlage einen großen Speicher im Winterhalbjahr seltener. Für kleine Anlagen ist die Rechnung deshalb zu optimistisch.
Was jede Größe tatsächlich leistet
Oberhalb der Grenze verschiebt der Speicher nicht mehr, er wird nur seltener leer. Die Zahl der Vollzyklen – verschobene Energie geteilt durch die Kapazität, zurückgerechnet auf die geladene Menge – zeigt das am deutlichsten:
| Kapazität | verschoben/Jahr | Vollzyklen | Ersparnis/Jahr | Höchstpreis Ø | Grenzertrag/Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| 4 kWh | 920 kWh | 250 | 263,40 € | 988 € | 65,85 € |
| 8 kWh | 1.840 kWh | 250 | 526,80 € | 988 € | 65,85 € |
| 10 kWh | 2.300 kWh | 250 | 658,50 € | 988 € | 65,85 € |
| 12 kWh | 2.397 kWh | 217 | 686,35 € | 858 € | 13,93 € |
| 15 kWh | 2.397 kWh | 174 | 686,35 € | 686 € | 0,00 € |
| 20 kWh | 2.397 kWh | 130 | 686,35 € | 515 € | 0,00 € |
5.000 kWh Verbrauch, 10 kWp, 9.500 kWh Ertrag. „Höchstpreis Ø" ist die Ersparnis über 15 Jahre geteilt durch die gesamte Kapazität. „Grenzertrag" ist die zusätzliche Ersparnis gegenüber der Zeile darüber je zusätzlicher kWh; in der ersten Zeile gegenüber keinem Speicher. Die Stufen weichen von denen des Rechners ab, die Werte stammen aus derselben Funktion.
Der 10-kWh-Speicher kommt auf 250 Vollzyklen, der 15-kWh-Speicher auf 174, der 20-kWh-Speicher auf 130. Die Ersparnis bleibt ab 10,4 kWh gleich – zwischen 10 und 15 kWh wächst sie nur noch um 27,85 €, weil der Speicher erst bei 10,4 kWh die Grenze erreicht. Der durchschnittliche Höchstpreis sinkt dagegen nur allmählich. Genau darin liegt die Falle.
Die Amortisation verdeckt tote Kapazität
Die naheliegende Kennzahl ist die Amortisationszeit: Gesamtpreis geteilt durch Jahresersparnis. Mit der Voreinstellung des Rechners oben – angenommenen 600 € je kWh, keinem Marktpreis – ergibt das:
- 10 kWh für 6.000 €: bezahlt nach 9,1 Jahren
- 15 kWh für 9.000 €: bezahlt nach 13,1 Jahren
- 20 kWh für 12.000 €: bezahlt nach 17,5 Jahren
Der 15-kWh-Speicher sieht danach vernünftig aus: bezahlt nach weniger als 15 Jahren. Tatsächlich kosten die 5 kWh über 10 kWh hinaus 3.000 € und bringen 27,85 € im Jahr. Für sich gerechnet wären sie nach 108 Jahren bezahlt. Die Amortisationszeit des ganzen Geräts mischt diese Kapazität unter die 10 kWh, die voll arbeiten, und macht sie unsichtbar. Erst beim 20-kWh-Speicher reicht die Mischung nicht mehr, um unter 15 Jahren zu bleiben.
Der Rechner oben vergleicht deshalb Stufen, nicht Geräte: Er fragt für jede zusätzliche Kilowattstunde, ob sie ihren Preis hereinholt. Im Beispiel empfiehlt er 10 kWh. Wer ein Angebot mit größerem Speicher vorliegen hat, sollte den Aufpreis gegenüber der kleineren Variante durch den Grenzertrag teilen, nicht den Gesamtpreis durch die Gesamtersparnis.
Was die Grenze nach unten drückt
Die 988 € je kWh sind eine Obergrenze. Der Rechner lässt drei Dinge weg, die sie senken: Zinsen auf das eingesetzte Geld, die Alterung der Zellen und Tage, an denen der Speicher nicht voll wird, obwohl die Planungsgröße es unterstellt. Zinsen und fehlende Ladetage lassen sich beziffern. Unterhalb der Sättigung wächst der Ertrag im Modell genau proportional mit den Ladetagen – jeder Ladetag ist 0,263 € je kWh Kapazität wert.
| Ladetage/Jahr | ohne Zins | 3 % Zins | 5 % Zins |
|---|---|---|---|
| 250 | 988 € | 786 € | 684 € |
| 200 | 790 € | 629 € | 547 € |
| 150 | 593 € | 472 € | 410 € |
Höchstpreis je kWh Kapazität über 15 Jahre, bei 37,00 ct Strompreis und 7,70 ct Vergütung. Der Zins ist ein Kalkulationszins für das eingesetzte Geld, etwa entgangene Sparzinsen oder Kreditkosten, keine Marktangabe. Die Alterung der Zellen ist auch hier nicht enthalten.
Mit 150 Ladetagen und 3 % Zins liegt die Grenze bei 472 € – unter der Voreinstellung von 600 €. Anders herum: Ohne Zins trägt sich ein Speicher zu diesem Preis, solange er an mindestens 152 Tagen im Jahr voll wird. Mit 3 % Zins braucht er 191 Tage. Wie viele es im eigenen Haus sind, lässt sich nach dem ersten Jahr abschätzen, wenn das Speichersystem den Energiedurchsatz ausweist: Geteilt durch die nutzbare Kapazität ergibt er ungefähr die Zahl der Vollzyklen.
Der dritte Hebel ist der Strompreis selbst. Weil der Speicher an der Spanne verdient, schlägt jede Änderung des Bezugspreises voll auf den Grenzertrag durch:
| Strompreis | Grenzertrag/Jahr | Höchstpreis 15 Jahre |
|---|---|---|
| 30,00 ct | 49,75 € | 746 € |
| 37,00 ct | 65,85 € | 988 € |
| 45,00 ct | 84,25 € | 1.264 € |
Wer einen günstigen Stromtarif hat, braucht einen entsprechend günstigeren Speicher. Der Durchschnittswert von 37,00 ct stammt aus der BDEW-Strompreisanalyse April 2026 und ist ein Neukundenpreis; den eigenen Arbeitspreis zeigt die Stromrechnung.
Die Vergütung ist die zweite Hälfte der Spanne
Die 7,70 ct sind der Satz, den die Bundesnetzagentur für Anlagen bis 10 kWp mit Teileinspeisung und Inbetriebnahme vom 1. August bis 31. Dezember 2026 veröffentlicht. Er steht so nicht im Gesetz: § 48 Abs. 2 EEG nennt einen höheren anzulegenden Wert, § 49 Abs. 1 senkt die Werte alle sechs Monate um 1 Prozent, und § 53 Abs. 1 Nr. 2 zieht für die Einspeisevergütung 0,4 Cent ab. Das Ergebnis rechnet die Bundesnetzagentur aus und veröffentlicht es je Zeitraum der Inbetriebnahme.
Für die Speicherrechnung heißt das: Wer einen Speicher an einer älteren Anlage nachrüstet, muss mit deren Vergütungssatz rechnen, nicht mit dem aktuellen. Je höher der alte Satz, desto kleiner die Spanne und desto weniger darf der Speicher kosten. Für spätere Inbetriebnahmen weist die Bundesnetzagentur darauf hin, dass ihre Fördersätze auf dem EEG 2023 beruhen, das bis zum 31. Dezember 2026 anwendbar ist, und dass eine Nachfolgeregelung im Parlament beraten wird. Der Satz von 7,70 ct ist deshalb für spätere Inbetriebnahmen nicht gesichert.
Was daraus für die Größe folgt
Die wirtschaftliche Größe eines Speichers ergibt sich aus dem Abendverbrauch, nicht aus der Anlagenleistung: im Rechner der Jahresverbrauch abzüglich des direkt gedeckten Teils, geteilt durch 365 und durch den Wirkungsgrad. Ob sich ein Speicher dieser Größe überhaupt lohnt, entscheidet dagegen allein das Verhältnis von Preis je kWh zu dem, was eine voll genutzte kWh verdient. Beide Fragen sind getrennt zu beantworten, und keine davon beantwortet die Amortisationszeit des ganzen Geräts.
Wer Waschmaschine, Spülmaschine oder das Laden des Autos in die Mittagsstunden legt, senkt den Abendverbrauch und damit die sinnvolle Größe. Wie stark der Eigenverbrauch die Anlage selbst trägt, rechnet der Artikel Der Eigenverbrauch entscheidet, nicht die Anlagengröße durch. Ersparnis und Amortisation für eine einzelne Größe zeigt der Stromspeicher-Rechner, die Anlage selbst der Photovoltaik-Rechner.
Alle Beträge nominal und in heutigen Preisen, ohne Strompreisänderung, Alterung und Installationskosten neben dem Speicherpreis. Direktverbrauch (30 %), Ladetage (250) und Wirkungsgrad (92 %) sind Planungsgrößen des Rechners, keine Messwerte. Der Preis von 600 € je kWh ist eine Annahme zur Veranschaulichung; Marktpreise nennt dieser Artikel mangels belastbarer, datierter Erhebung nicht.