Energie

Berechnen Sie, was ein Stromspeicher an Ihrer PV-Anlage im Jahr einspart, wann er sich zum Preis Ihres Angebots bezahlt macht und bis zu welchem Preis er sich überhaupt tragen kann.

Jährliche Ersparnis durch den Speicher
— €

So wird gerechnet

Ersparnis = zusätzlich selbst genutzte kWh × (Strompreis − Einspeisevergütung). Amortisation = Speicherpreis ÷ Ersparnis. Höchstpreis je kWh = Ersparnis × Jahre ÷ Kapazität.

Einspeisevergütung nach § 21 Abs. 1 i. V. m. §§ 48, 49, 53 Abs. 1 EEG 2023 (Bundesnetzagentur), Strompreis nach BDEW-Strompreisanalyse April 2026, Jahresertrag 950 kWh/kWp. Planungsannahmen: Wirkungsgrad 92 %, 250 Ladetage, 30 % Direktverbrauch. Der Speicherpreis ist Ihre Eingabe. Ohne Zinsen, Strompreisänderung und Alterung.

Häufige Fragen

Wann amortisiert sich ein Stromspeicher?

Das hängt am Preis Ihres Angebots. Jede gespeicherte Kilowattstunde bringt nicht den Strompreis, sondern dessen Abstand zur Einspeisevergütung – und weil beim Laden 8 % verloren gehen, wird die Vergütung für etwas mehr Strom fällig, als der Speicher abgibt: Netto bleiben 28,63 ct. Ein 8-kWh-Speicher an einer 10-kWp-Anlage mit 5.000 kWh Verbrauch verschiebt rund 1.840 kWh im Jahr und spart 527 €. Soll er sich in 15 Jahren bezahlt machen, darf er höchstens 988 € je kWh Kapazität kosten – ohne Zinsen und Alterung gerechnet.

Was bringt ein Speicher bei niedrigem Strompreis?

Weniger. Der Vorteil ist die Differenz aus Netzstrompreis und entgangener Einspeisevergütung – fällt der Strompreis, schrumpft diese Spanne unmittelbar und mit ihr der Preis, den ein Speicher kosten darf.

Lohnt sich ein größerer Speicher?

Nur bis zu dem Punkt, an dem er an den meisten Tagen noch geleert wird. Der Rechner begrenzt die tägliche Entladung auf den Verbrauch, der nicht direkt aus der Anlage gedeckt wird. Im Beispiel eines Haushalts mit 2.500 kWh und 10-kWh-Speicher bleibt ein Teil der Kapazität deshalb ungenutzt: Er dürfte für 15 Jahre nur 515 € je kWh kosten. Welche Größe sich für Ihre Werte trägt, zeigt die Speicher-Dimensionierung.

Rentiert sich ein Speicher ohne PV-Anlage?

Nach dieser Rechnung nicht: Ohne Anlage gibt es keinen Überschuss, den der Speicher verschieben könnte. Ein Nutzen entsteht dann nur aus einem Tarif mit unterschiedlichen Preisen je Tageszeit, den der Rechner nicht abbildet.

Was ist der Unterschied zwischen Autarkiegrad und Eigenverbrauchsquote?

Der Autarkiegrad ist der Anteil Ihres Verbrauchs, den Sie selbst decken. Die Eigenverbrauchsquote ist der Anteil des erzeugten Stroms, den Sie selbst nutzen. Bei großer Anlage und kleinem Verbrauch liegen beide weit auseinander.

Stromspeicher wirtschaftlich bewerten

Ein Stromspeicher verdient nicht am Strom, den die Anlage erzeugt, sondern an der Umwidmung: Statt für 7,70 ct/kWh Einspeisevergütung nach § 21 Abs. 1 i. V. m. §§ 48, 49, 53 Abs. 1 EEG 2023 (Bundesnetzagentur, Anlagen bis 10 kWp) ins Netz zu gehen, ersetzt die gespeicherte Kilowattstunde am Abend Netzstrom zu 37,00 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse April 2026). Die Differenz von 29,30 ct/kWh ist der wirtschaftliche Kern eines Speichers. Weil für jede abgegebene Kilowattstunde 1,087 kWh geladen werden müssen, bleiben davon 28,63 ct.

Bis zu welchem Preis sich ein Speicher trägt

Speicherpreise unterscheiden sich je Hersteller, Installation und Region stark; der Rechner nennt deshalb keinen Marktpreis, sondern rechnet mit dem Preis Ihres Angebots. Die Tabelle zeigt umgekehrt, wie viel ein Speicher je kWh Kapazität höchstens kosten darf, damit ihn die Ersparnis nach 10 oder 15 Jahren bezahlt hat:

SzenarioSpeicherVerschoben/JahrErsparnis/JahrHöchstpreis je kWh, 10 Jahre15 Jahre
2 Personen, 3.000 kWh, 7 kWp5 kWh1.150 kWh329 €659 €988 €
4 Personen, 5.000 kWh, 10 kWp8 kWh1.840 kWh527 €659 €988 €
Mit Wärmepumpe, 9.000 kWh, 12 kWp12 kWh2.760 kWh795 €663 €994 €
Großer Speicher, kleiner Verbrauch: 2.500 kWh, 10 kWp10 kWh1.199 kWh343 €343 €515 €

Annahmen des Rechners: Strompreis 37,00 ct/kWh, Einspeisevergütung 7,70 ct/kWh, Jahresertrag 950 kWh je kWp, Round-Trip-Wirkungsgrad 92 %, 250 Tage im Jahr mit genug Überschuss zum Laden, ohne Speicher direkt gedeckter Anteil des Verbrauchs 30 %. Die letzten drei sind Planungsgrößen, keine Messwerte – ein Haushalt mit hohem Tagesverbrauch deckt mehr direkt und braucht den Speicher weniger. Nicht enthalten sind Zinsen, Strompreisänderungen und die Alterung des Speichers; die Höchstpreise sind deshalb eher zu hoch als zu niedrig.

Autarkiegrad und Eigenverbrauchsquote: Beide Zahlen werden ständig verwechselt. Der Autarkiegrad ist der Anteil Ihres Verbrauchs, den Sie selbst decken; die Eigenverbrauchsquote ist der Anteil des erzeugten Stroms, den Sie selbst nutzen. Wirtschaftlich zählt keine der beiden Prozentzahlen, sondern die Menge: Jede zusätzlich selbst genutzte Kilowattstunde bringt 29,30 ct.

Was im Angebot stehen sollte: Vergleichen Sie Angebote über den Preis je kWh nutzbarer Kapazität einschließlich Installation und gegebenenfalls Wechselrichter – nur dieser Preis lässt sich mit den Höchstpreisen oben vergleichen.