Wohnen & Immobilien

Mit dem Kreditrechner berechnen Sie die monatliche Rate für Ihren Kredit inklusive Zinsen, Tilgung und Gesamtkosten. So können Sie verschiedene Laufzeiten und Zinssätze durchspielen und die optimale Finanzierung finden. Der Rechner eignet sich für Hypotheken, Autokredite und Ratenkredite gleichermaßen.

Monatliche Rate
— €
Gesamtkosten:
Davon Zinsen:

So wird gerechnet

Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die monatliche Rate über die gesamte Laufzeit konstant, während sich das Verhältnis von Zins- und Tilgungsanteil verschiebt. Der effektive Jahreszins muss nach § 6 PAngV (Preisangabenverordnung) vom Kreditgeber angegeben werden und ermöglicht den Vergleich verschiedener Angebote. Bei Immobiliendarlehen besteht nach § 489 BGB ein Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren Zinsbindung.

Annuitätendarlehen.

Häufige Fragen

Was ist ein Annuitätendarlehen?

Ein Darlehen, bei dem die monatliche Rate (Annuität) über die gesamte Zinsbindung gleich bleibt. Die Rate setzt sich aus Zins- und Tilgungsanteil zusammen. Am Anfang ist der Zinsanteil höher, im Zeitverlauf verschiebt sich das Verhältnis zugunsten der Tilgung, sodass die Restschuld immer schneller sinkt.

Was bedeutet 'Tilgung' und 'Anfangstilgung'?

Die Tilgung ist die eigentliche Rückzahlung des Darlehensbetrags. Bei jeder Rate wird zuerst der fällige Zins auf die Restschuld beglichen, der Rest fließt in die Tilgung. Die Anfangstilgung ist der Tilgungssatz im ersten Jahr, meist 2 bis 3 Prozent. Sie bestimmt Höhe der Rate und Laufzeit maßgeblich.

Wie berechne ich die monatliche Rate?

Die Formel lautet: Rate = Darlehen × (Monatszins × (1+Monatszins)^Monate) / ((1+Monatszins)^Monate − 1). Einfacher ist der Weg über Zins plus Tilgung: Bei 200.000 € mit 4 % Zins und 2 % Anfangstilgung sind das 6 % pro Jahr = 12.000 €, also 1.000 € im Monat.

Warum ändert sich der Zinssatz im Rechner nicht?

Der Rechner geht von einem gleichbleibenden Sollzins aus. In der Praxis gilt der vereinbarte Zins nur für die Dauer der Zinsbindung (typisch 10, 15 oder 20 Jahre). Danach wird für die verbleibende Restschuld eine Anschlussfinanzierung zu den dann gültigen Konditionen abgeschlossen.

Wie viel spare ich mit einer höheren Anfangstilgung?

Sehr viel. Bei 200.000 € und 4 % Zins läuft das Darlehen mit 1 % Tilgung rund 41 Jahre, mit 3 % nur etwa 22 Jahre. Die höhere Tilgung bedeutet zwar eine höhere Monatsrate, spart aber über die Laufzeit einen fünfstelligen Betrag an Zinsen, weil die Restschuld schneller schrumpft.

Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?

Der Sollzins ist der reine Zins auf die Darlehenssumme. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich weitere Kosten wie Bereitstellungszinsen und muss nach § 6 PAngV angegeben werden. Nur der Effektivzins macht verschiedene Angebote wirklich vergleichbar – achten Sie beim Vergleich immer darauf.

Was ist eine Sondertilgung und lohnt sie sich?

Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche außerplanmäßige Rückzahlung. Die meisten Verträge erlauben 5 % der Darlehenssumme pro Jahr kostenfrei. Sie reduziert die Restschuld sofort und spart überproportional Zinsen, weil sie in der frühen Phase mit hohem Zinsanteil wirkt. Für viele Kreditnehmer ist sie die renditestärkste risikofreie Geldanlage.

Kann ich meinen Kredit vorzeitig kündigen?

Bei einer laufenden Zinsbindung verlangt die Bank sonst eine Vorfälligkeitsentschädigung. Nach § 489 BGB dürfen Sie jedes Darlehen jedoch zehn Jahre nach Vollauszahlung mit sechs Monaten Frist kündigen – kostenfrei und unabhängig davon, ob eine längere Zinsbindung vereinbart wurde. Das lohnt sich, wenn die Zinsen zwischenzeitlich gefallen sind.

Annuitätendarlehen verstehen: Rate, Tilgung und Restschuld

Das Annuitätendarlehen ist in Deutschland die mit Abstand häufigste Form der Baufinanzierung. Sein Kennzeichen: Die monatliche Rate – die sogenannte Annuität – bleibt über die gesamte Zinsbindung konstant. Diese Rate setzt sich aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil zusammen. Da mit jeder Zahlung ein Stück der Restschuld getilgt wird, fällt der Zinsanteil und der Tilgungsanteil steigt entsprechend – die Rückzahlung beschleunigt sich also im Zeitverlauf von selbst.

So verschiebt sich das Verhältnis von Zins und Tilgung

Ein Beispiel: Bei einem Darlehen über 200.000 € mit 4 % Sollzins und 2 % Anfangstilgung beträgt die Jahresrate 6 % der Darlehenssumme, also 12.000 € oder 1.000 € im Monat. Im ersten Monat entfallen davon rund 667 € auf Zinsen (200.000 € × 4 % ÷ 12) und nur 333 € auf die Tilgung. Weil die Zinsen immer nur auf die verbleibende Restschuld berechnet werden, dreht sich dieses Verhältnis mit den Jahren um: Gegen Ende der Laufzeit besteht die gleiche Rate fast vollständig aus Tilgung.

Anfangstilgung: der wichtigste Hebel für Laufzeit und Zinskosten

Die Anfangstilgung entscheidet maßgeblich, wie lange Sie zahlen und wie viel Zinsen insgesamt anfallen. Je höher die Tilgung, desto höher die Monatsrate, aber desto kürzer die Laufzeit und desto geringer die Gesamtzinsen. Die folgende Tabelle zeigt die Wirkung verschiedener Anfangstilgungen bei einem Darlehen von 200.000 € und 4 % Sollzins:

AnfangstilgungMonatsrateLaufzeit (ca.)Restschuld nach 10 Jahren
1 %833 €~41 Jahre~176.000 €
2 %1.000 €~28 Jahre~152.000 €
3 %1.167 €~22 Jahre~128.000 €
4 %1.333 €~18 Jahre~104.000 €

Bei nur 1 % Tilgung läuft das Darlehen über 40 Jahre, und Sie zahlen im Ergebnis mehr Zinsen, als das Darlehen selbst groß war. Deshalb gilt: In einem Zinsumfeld um 4 % sollte die Anfangstilgung mindestens 2 %, besser 3 % betragen.

Zinsbindung und Restschuld

Anders als in vielen Ländern wird in Deutschland der Zinssatz nicht für die gesamte Laufzeit, sondern nur für eine feste Zinsbindung vereinbart – üblich sind 10, 15 oder 20 Jahre. Nach Ablauf dieser Frist bleibt fast immer eine Restschuld übrig, die über eine Anschlussfinanzierung weiter zurückgezahlt wird. Wie hoch diese Restschuld ist, hängt direkt von der gewählten Anfangstilgung ab (siehe Tabelle). Ein niedriger Zins während der Zinsbindung ist nur die halbe Miete – entscheidend ist auch, wie viel Schuld am Ende noch zu einem dann unbekannten Zins refinanziert werden muss.

Sondertilgung und Volltilgerdarlehen

Die meisten Kreditverträge räumen ein Sondertilgungsrecht von 5 % der Darlehenssumme pro Jahr kostenfrei ein. Jede Sondertilgung reduziert die Restschuld unmittelbar und spart überproportional Zinsen, weil sie in der frühen Phase mit hohem Zinsanteil wirkt. Wer von Beginn an schuldenfrei sein möchte, wählt ein Volltilgerdarlehen: Hier wird die Tilgung so gewählt, dass das Darlehen exakt am Ende der Zinsbindung vollständig getilgt ist – ganz ohne Anschlussfinanzierung und Zinsänderungsrisiko. Banken belohnen diese Planungssicherheit oft mit einem kleinen Zinsabschlag.

Sollzins und effektiver Jahreszins

Achten Sie beim Vergleich von Angeboten auf den effektiven Jahreszins statt nur auf den Sollzins. Der Effektivzins muss nach § 6 der Preisangabenverordnung (PAngV) ausgewiesen werden und enthält zusätzliche Kosten wie Bereitstellungszinsen oder bestimmte Gebühren – er macht Angebote also erst wirklich vergleichbar. Zu wissen ist außerdem: Nach § 489 BGB dürfen Sie jedes Darlehen zehn Jahre nach Vollauszahlung mit einer Frist von sechs Monaten kündigen, auch wenn eine längere Zinsbindung vereinbart wurde – ein wertvolles Recht, falls die Zinsen bis dahin deutlich gefallen sind.