Wohnen & Immobilien

Mit dem Immobilienkauf-Nebenkosten-Rechner berechnen Sie alle Kosten, die neben dem Kaufpreis anfallen. Viele Käufer unterschätzen die Nebenkosten, die je nach Bundesland und Maklerbeteiligung 4,5-12 % des Kaufpreises betragen. Der Rechner schlüsselt alle Posten einzeln auf, damit Sie die tatsächlichen Gesamtkosten kennen.

Gesamte Nebenkosten
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So wird gerechnet

Die Kaufnebenkosten setzen sich aus gesetzlich geregelten Gebühren zusammen: Grunderwerbsteuer (3,5-6,5 % nach GrEStG), Notarkosten (ca. 0,6-0,8 % inkl. MwSt) und Grundbuchgebühren (ca. 0,25-0,35 %). Notar- und Grundbuchgebühren sind Wertgebühren nach Tabelle B des GNotKG (§ 34) und damit degressiv: Je höher der Kaufpreis, desto kleiner der Prozentsatz. Seit Dezember 2020 verlangt § 656c BGB, dass sich Käufer und Verkäufer bei Doppeltätigkeit des Maklers in gleicher Höhe verpflichten. Kaufnebenkosten müssen vollständig aus Eigenkapital finanziert werden, da Banken sie nicht beleihen.

4,5-12% des Kaufpreises.

Häufige Fragen

Wie setzt sich die Grunderwerbsteuer zusammen?

Sie ist eine Ländersteuer, daher unterschiedlich: von 3,5% in Bayern und Sachsen-Anhalt bis 6,5% in NRW und anderen Ländern. Fiktive Preise für bewegliche Sachen (z.B. Möbel) können ausgehandelt werden, um die Steuer zu senken.

Kann ich die Grundbuchgebühren sparen?

Nein, die sind per Gesetz geregelt (rund 0,2-0,5%). Aber: Eine frühzeitige Anmeldung spart Zeit. Sollte man mehrere Grundbucheinträge brauchen (Schulden), können diese gebündelt werden.

Lohnt sich ein Makler wirklich?

Der Makler kostet 3-7,5% des Kaufpreises. Dafür bekommt man: Besichtigungen koordiniert, Verhandlung unterstützt, Market-Screening. Ohne Makler: mehr Eigenrecherche, aber man spart die Gebühr. Je höher der Preis, desto eher lohnt sich der Makler.

Wann muss ich Notargebühren zahlen?

Der Notar ist beim Immobilienkauf verpflichtend; seine Gebühren liegen inklusive Mehrwertsteuer bei rund 0,6-0,8 % des Kaufpreises, dazu kommen rund 0,25-0,35 % Grundbuchgebühren. Er ist neutral und schützt Käufer UND Verkäufer. Die Gebühren sind im GNotKG festgelegt und nach Kaufpreis gestaffelt – vergleichen bringt nichts, jeder Notar rechnet gleich ab.

Sind die Nebenkosten von der Steuer absetzbar?

Nein, nicht direkt. Aber: Maklerprovision kann bei Vermietung über 2 Jahre abgeschrieben werden. Notarkosten und Grundbuchgebühren sind Herstellungskosten und erhöhen die Anschaffungskosten – werden über Absetzung für Abnutzung aufgelöst.

Muss ich für Inspektionen extra zahlen?

Ja, Gutachten/Inspektionen sind freiwillig (aber empfohlen): Bauherrenmodell (TÜV/DEKRA) 300-500€, Energieausweis 50-300€, Makler-Inspektion inklusive. Sparen lohnt sich da nicht – Überraschungen kosten mehr.

Immobilienkauf-Nebenkosten verstehen und sparen

Die Nebenkosten beim Immobilienkauf sind oft eine überraschende Größe für Käufer. Sie setzen sich zusammen aus mehreren Komponenten: Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5-6,5%), Notargebühren (ca. 0,6-0,8% inkl. MwSt), Grundbuchgebühren (ca. 0,25-0,35%), Maklergebühren (3-7,5% optional) und weitere Inspektions- oder Vermessungskosten.

Grunderwerbsteuer nach Bundesland: Ein kritischer Kostenfaktor. Bayern und Sachsen-Anhalt sind mit 3,5% günstig. Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und andere sind mit 6-6,5% teuer. Eine Umzug oder ein Kauf im grenznahen Ausland kann strategisch sinnvoll sein, ist aber nicht immer praktikabel.

Notarkosten sind gesetzlich geregelt: Nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) sind die Gebühren Wertgebühren nach Tabelle B (§ 34, Anlage 2) und nach Kaufpreis gestaffelt. Beispiel: Bei 500.000 € Kaufpreis beträgt die volle Gebühr 935 €; für den Kaufvertrag fallen 3,0 Notargebühren an (Beurkundung 2,0 nach KV 21100, Vollzug 0,5 nach KV 22110, Betreuung 0,5 nach KV 22200), also rund 3.340 € inklusive Mehrwertsteuer, dazu 1,5 Grundbuchgebühren (Auflassungsvormerkung 0,5 nach KV 14150, Eigentumsumschreibung 1,0 nach KV 14110) von rund 1.400 €. Zusammen also etwa 4.700 € und nicht, wie oft zu lesen, 8.000-10.000 €. Verhandelbar ist davon nichts.

Maklergebühren sind verhandelbar: Die übliche Quote (3-7,5%) ist Marktusance, nicht Gesetz. In Boom-Zeiten (2010-2021) sind oft 7,5% Standard. Heute (2024) sind 3-5% nach Marktkampf üblich. Als Käufer: direkt-kaufen oder Makler-Quote verhandeln.

Nebenkosten-Finanzierung: Banken finanzieren den Kaufpreis, aber NICHT die Nebenkosten. Diese müssen Sie aus Eigenkapital bezahlen. Ein Kaufpreis von 500.000€ mit 60.000€ Nebenkosten erfordert also 60.000€ Eigenkapital zusätzlich zum normalen Eigenkapital für die Hypothek.

Steuerliche Aspekte: Als Privatperson sind Nebenkosten keine direkt abzugsfähigen Betriebsausgaben. Sie erhöhen aber die Anschaffungskosten der Immobilie, werden also über Abschreibung berücksichtigt (bei Vermietung). Dies ist ein längerfristiger Vorteil, nicht sofort.

Spar-Strategien: Manche Käufer handeln aus, dass der Verkäufer die Maklergebühren trägt. Andere verhandeln Möbel/Einrichtung separat (reduziert Grunderwerbsteuer-Basis). Auch: In manchen Bundesländern gibt es Freibeträge oder Anreize – lokal recherchieren!

Checkliste für Sicherheit: Vor Notartermin alle Kosten prüfen, Angebot von Notary einholen, Grundbuchgebühren klären, ggf. Vermessung erforderlich (gibt es bereits?), Inspektionstermine buchen. Mit Checkliste vermeiden Sie böse Überraschungen.