Wohnen & Immobilien

Der Rechner schätzt Ihre monatlichen Nebenkosten aus Wohnfläche und Ausstattung und vergleicht sie mit Ihrer Vorauszahlung. So sehen Sie, ob eine Nachzahlung droht. Grundlage sind die Durchschnittswerte des Betriebskostenspiegels des Deutschen Mieterbundes für das Abrechnungsjahr 2024.

Typische Größen:
Geschätzte Nebenkosten pro Monat
— €

Fristen prüfen (§ 556 Abs. 3 BGB)

So wird gerechnet

Welche Betriebskosten der Vermieter überhaupt umlegen darf, zählt § 2 BetrKV in 17 Nummern auf. Nur die Nummern 1 bis 16 sind konkret benannt; Nummer 17 lässt sonstige Betriebskosten zu, die aber im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart sein müssen. Nicht umlagefähig sind nach § 1 Abs. 2 BetrKV Verwaltungskosten sowie Instandhaltung und Reparaturen. Die Abrechnung muss dem Mieter spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zugehen (§ 556 Abs. 3 Satz 2 BGB); danach sind Nachforderungen ausgeschlossen, sofern der Vermieter die Verspätung zu vertreten hat. Einwendungen muss der Mieter seinerseits binnen zwölf Monaten nach Zugang erheben.

Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes, Abrechnungsjahr 2024 (veröffentlicht Dezember 2025): im Schnitt 2,67 €/m² und Monat, bei voller Ausstattung bis zu 3,68 €/m². Umlagefähigkeit nach § 2 BetrKV, Fristen nach § 556 Abs. 3 BGB.

Hintergrund

Was der Vermieter umlegen darf – und was nicht

Dieselbe 70-Quadratmeter-Wohnung kostet 2.251 € Nebenkosten im Jahr – oder 3.536 €, wenn Aufzug, Garten und Hauswart dazukommen und die Heizkosten über dem Schnitt liegen. Über den größeren Teil dieser 1.285 € Differenz ist beim Einzug entschieden. Was danach noch Geld bewegt, sind zwei Fristen, die regelmäßig verwechselt werden.

Von Matthias Dührkop · Stand

Grundlage: § 556 BGB – Vereinbarungen über Betriebskosten, Fristen, Belegeinsicht · § 556a BGB – Abrechnungsmaßstab und 5 weitere · alle Quellen

Woraus die Summe besteht

Was ein Vermieter überhaupt umlegen darf, steht in § 2 BetrKV – einer Liste mit 17 Nummern, von denen die letzte ein eng gefasster Auffangtatbestand ist. § 556 Abs. 1 BGB erlaubt allein die Umlage von Betriebskosten; was diese Liste nicht erfasst, kann der Mietvertrag nicht dazu machen. Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung ohne Aufzug, Garten und Hauswart ergibt sich daraus dieses Bild.

Betriebskosten je Position bei 70 m²
Position § 2 BetrKV je m² und Monat je Monat im Jahr Anteil
Heizung und Warmwasser nach Verbrauch Nr. 4 und 5 1,32 € 92,40 € 1.108,80 € 49 %
Sach- und Haftpflichtversicherung nach Wohnfläche Nr. 13 0,31 € 21,70 € 260,40 € 12 %
Wasser und Entwässerung nach Verbrauch Nr. 2 und 3 0,29 € 20,30 € 243,60 € 11 %
Gebäudereinigung nach Wohnfläche Nr. 9 0,21 € 14,70 € 176,40 € 8 %
Grundsteuer nach Wohnfläche Nr. 1 0,18 € 12,60 € 151,20 € 7 %
Müllbeseitigung nach Wohnfläche Nr. 8 0,16 € 11,20 € 134,40 € 6 %
Sonstige Betriebskosten nach Wohnfläche Nr. 17 0,07 € 4,90 € 58,80 € 3 %
Beleuchtung (Allgemeinstrom) nach Wohnfläche Nr. 11 0,06 € 4,20 € 50,40 € 2 %
Straßenreinigung nach Wohnfläche Nr. 8 0,04 € 2,80 € 33,60 € 1 %
Schornsteinreinigung nach Wohnfläche Nr. 12 0,04 € 2,80 € 33,60 € 1 %
zusammen 2,68 € 187,60 € 2.251,20 € 100 %

Richtwerte aus dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes für das Abrechnungsjahr 2024, veröffentlicht am 18. Dezember 2025. Das sind Durchschnitte, keine Rechtsgrößen – maßgeblich ist immer die eigene Abrechnung.

Eine Position dominiert alles andere: Heizung und Warmwasser macht allein 49 % aus. Zusammen mit Wasser und Entwässerung sind 60 % der Nebenkosten verbrauchsabhängig. Das ist die gute Nachricht für alle, die sparen wollen – und zugleich die schlechte, denn der Rest hängt an Dingen, die eine Mieterin nicht beeinflussen kann: der Grundsteuer des Vermieters, seiner Gebäudeversicherung, dem Reinigungsvertrag.

Bei den Heizkosten schreibt § 7 Abs. 1 HeizkostenV vor, dass zwischen 50 % und 70 % nach dem erfassten Verbrauch verteilt werden müssen. Der Rest geht nach Wohnfläche. Wer also seinen Verbrauch halbiert, halbiert nicht seine Heizkostenrechnung – im ungünstigsten Fall wirkt die Ersparnis nur auf die Hälfte des Betrags.

Was die Ausstattung kostet

Aufzug, Grünanlage und Hauswart erscheinen in Wohnungsanzeigen als Vorzüge. In der Abrechnung sind sie Positionen mit einem Preis.

Zusatzkosten je Ausstattungsmerkmal
Merkmal Grundlage je Monat im Jahr
Aufzug § 2 Nr. 7 BetrKV 14,00 € 168,00 €
Gartenpflege § 2 Nr. 10 BetrKV 10,50 € 126,00 €
Hauswart § 2 Nr. 14 BetrKV 22,40 € 268,80 €
alle drei zusammen 46,90 € 562,80 €

Jeweils gegen die Grundausstattung gerechnet, 70 m² Wohnfläche.

563 € im Jahr für Merkmale, über die beim Einzug entschieden wird und danach nicht mehr. Kommen überdurchschnittliche Heizkosten hinzu, steigt die Jahressumme von 2.251 € auf 3.536 € – bei 4,21 € je Quadratmeter und Monat liegt das über den 3,68 €, die selbst bei voller Ausstattung üblich sind. Ein Wert in dieser Gegend ist der Anlass, in die Belege zu sehen.

Die kurze Liste dessen, was nicht umlagefähig ist

§ 1 Abs. 2 BetrKV nennt in nur zwei Nummern, was keine Betriebskosten sind – und genau diese beiden Posten tauchen in fehlerhaften Abrechnungen am häufigsten auf.

  • Verwaltungskosten (Nr. 1): die Kosten der zur Verwaltung erforderlichen Arbeitskräfte und Einrichtungen, der Aufsicht, der Prüfung des Jahresabschlusses und der Geschäftsführung – ausdrücklich auch der Wert der vom Vermieter persönlich geleisteten Verwaltungsarbeit.
  • Instandhaltung und Instandsetzung (Nr. 2): alles, was aufgewendet werden muss, um Mängel aus Abnutzung, Alterung und Witterung zu beseitigen.

Die zweite Abgrenzung ist die praktisch wichtigere: Die Wartung einer Anlage ist umlagefähig, ihre Reparatur nicht. Taucht in der Abrechnung eine „Instandhaltungspauschale“ oder ein Posten für die Hausverwaltung auf, gehört beides nicht dorthin – unabhängig davon, was im Mietvertrag steht, denn nach § 556 Abs. 1 BGB sind nur Betriebskosten umlagefähig.

Ein dritter Ausschluss steht nicht in § 1, sondern in der Betriebskostenart selbst: Nach § 2 Nr. 14 BetrKV gehört die Vergütung des Hauswarts nur insoweit zu den Betriebskosten, als sie nicht auf Instandhaltung, Instandsetzung, Erneuerung, Schönheitsreparaturen oder Hausverwaltung entfällt. Wer einen Hauswart im Haus hat, zahlt also nur seine Betriebstätigkeit – und die Abrechnung muss den Rest herausrechnen.

Umgekehrt ist die letzte Nummer der Liste kein Freibrief. § 2 Nr. 17 BetrKV erfasst „sonstige Betriebskosten“, aber ausdrücklich nur solche im Sinne des § 1 – also laufend entstehende Kosten. Was seiner Natur nach einmalig ist, wird durch diese Auffangnummer nicht umlagefähig.

Ein Posten ist seit Kurzem ganz entfallen: Das Nutzungsentgelt für Kabelfernsehen war bis zum 30. Juni 2024 als Betriebskostenart umlagefähig. Seither trägt es nur noch, wer selbst einen Vertrag mit dem Anbieter schließt. An seine Stelle kann nach § 72 TKG ein befristetes Glasfaserbereitstellungsentgelt treten: höchstens 60 € im Jahr für bis zu 5 Jahre, bei aufwändigen Maßnahmen bis zu 9 Jahre, insgesamt aber nie mehr als 540 €. Und nach § 556 Abs. 3a BGB nur bei wirtschaftlicher Umsetzung – bei Maßnahmen über 300 € je Wohnung muss der Vermieter zudem soweit möglich drei Angebote eingeholt und das wirtschaftlichste gewählt haben.

Zwei Fristen, die regelmäßig verwechselt werden

Beide dauern zwölf Monate, und genau das führt zur Verwechslung – denn sie laufen ab unterschiedlichen Zeitpunkten und treffen unterschiedliche Beteiligte.

Abrechnungsfrist und Einwendungsfrist im Vergleich
Abrechnungsfrist Einwendungsfrist
Grundlage § 556 Abs. 3 Satz 2 BGB § 556 Abs. 3 Satz 5 BGB
gilt für den Vermieter den Mieter
läuft ab Ende des Abrechnungszeitraums Zugang der Abrechnung
im Beispiel ab 31. Dezember 2025 15. März 2026
endet am 31. Dezember 2026 15. März 2027
Folge des Ablaufs Nachforderung ausgeschlossen Einwendungen ausgeschlossen

Beispiel: Abrechnungszeitraum ist das Kalenderjahr 2025, die Abrechnung geht dem Mieter am 15. März 2026 zu.

Der praktisch wertvollste Satz des ganzen Paragrafen ist Satz 3: Nach Ablauf der Abrechnungsfrist ist die Geltendmachung einer Nachforderung ausgeschlossen. Geht die Abrechnung für 2025 also erst am 10. Februar 2027 zu – also nach dem 31. Dezember 2026 –, muss eine darin ausgewiesene Nachzahlung nicht geleistet werden. Die Ausnahme steht im selben Satz und ist eng: Sie greift nur, wenn der Vermieter die Verspätung nicht zu vertreten hat.

Zwei Feinheiten daran werden häufig übersehen. Erstens entfällt nur die Nachforderung, nicht die Abrechnungspflicht – und ein Guthaben bleibt selbstverständlich bestehen. Eine verspätete Abrechnung mit Guthaben ist also weiterhin auszuzahlen. Zweitens läuft die Einwendungsfrist des Mieters unabhängig davon weiter: Sie beginnt mit dem Zugang, auch wenn dieser verspätet war.

Ebenfalls im Gesetz, aber selten genutzt: § 556 Abs. 4 BGB gibt einen Anspruch auf Einsicht in die Belege, die der Abrechnung zugrunde liegen. Der Vermieter darf sie elektronisch bereitstellen. Und nach § 556 Abs. 5 BGB ist jede Vereinbarung unwirksam, die von diesen Regeln zum Nachteil des Mieters abweicht – eine Klausel im Mietvertrag, die die Abrechnungsfrist verlängert oder die Einwendungsfrist verkürzt, ist damit gegenstandslos.

Wenn kein Verteilerschlüssel vereinbart ist

Fehlt im Mietvertrag eine Vereinbarung darüber, wie die Kosten auf die Wohnungen verteilt werden, greift § 556a Abs. 1 BGB: Verteilt wird nach dem Anteil der Wohnfläche. Für Kosten, die von einem erfassten Verbrauch abhängen, ist dagegen der Verbrauch maßgeblich. In der ersten Tabelle steht der jeweilige Maßstab unter dem Namen der Position – bei Heizung, Warmwasser und Wasser gilt der Verbrauch, bei allem anderen die Fläche.

Was daraus folgt

Die Nebenkosten einer Wohnung stehen zum größten Teil fest, bevor jemand eingezogen ist. Die Grundsteuer, die Gebäudeversicherung, der Aufzug, der Hauswart – all das lässt sich später nicht mehr verhandeln, sondern nur noch zahlen. Verhandelbar ist die Vorauszahlung, die nach § 556 Abs. 2 Satz 2 BGB nur in angemessener Höhe vereinbart werden darf und die man vor Vertragsschluss gegen die zu erwartenden Kosten halten sollte.

Nach dem Einzug bleiben zwei Dinge: der Verbrauch, der etwa 60 % der Summe ausmacht, und der Kalender. Wer sich notiert, wann die Abrechnung spätestens kommen muss und bis wann Einwendungen möglich sind, hat den größeren Hebel als der, der ein Grad kälter wohnt.

Die eigene Abrechnung lässt sich oben im Rechner gegen diese Richtwerte halten, die Heizkosten getrennt mit dem Heizkosten-Rechner. Wie sich die Gesamtbelastung aus Kalt- und Warmmiete zusammensetzt, zeigt der Mietrechner.

Die Quadratmeterwerte sind Durchschnitte aus dem Betriebskostenspiegel für das Abrechnungsjahr 2024 (Datenstand dieser Seite: 2026-08) und keine Rechtsgrößen. Regionale Unterschiede sind erheblich, besonders bei Grundsteuer, Wasser und Müll. Der Artikel gibt die Rechtslage wieder und ersetzt keine Rechtsberatung; für die Prüfung einer konkreten Abrechnung sind Mietervereine oder eine Anwaltskanzlei zuständig.

Häufige Fragen

Welche Nebenkosten darf der Vermieter umlegen?

§ 2 BetrKV zählt sie abschließend auf: Grundsteuer, Wasserversorgung, Entwässerung, Heizung, Warmwasser, Aufzug, Straßenreinigung und Müllbeseitigung, Gebäudereinigung, Gartenpflege, Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Sach- und Haftpflichtversicherung, Hauswart, Gemeinschaftsantenne, Wäschepflege sowie sonstige Betriebskosten. Nicht umlagefähig sind nach § 1 Abs. 2 BetrKV Verwaltungskosten, Instandhaltung und Reparaturen. Wichtig: Sonstige Betriebskosten nach Nummer 17 darf der Vermieter nur abrechnen, wenn sie im Mietvertrag konkret benannt sind – eine pauschale Klausel genügt nicht.

Wie hoch sind durchschnittliche Nebenkosten pro Quadratmeter?

Nach dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes für das Abrechnungsjahr 2024 zahlten Mieter im Schnitt 2,67 € pro Quadratmeter und Monat. Fallen alle Kostenarten an, kommen bis zu 3,68 €/m² zusammen. Für 70 m² sind das rund 187,60 € monatlich, mit Aufzug, Garten und Hauswart etwa 234,50 €. Größte Position ist Heizung und Warmwasser mit 1,32 €/m² – rund 49 Prozent der Nebenkosten.

Ist der Kabelanschluss noch über die Nebenkosten umlagefähig?

Nein. Das sogenannte Nebenkostenprivileg endete am 30. Juni 2024. Seit dem 1. Juli 2024 darf der Vermieter das Nutzungsentgelt für Kabelfernsehen nicht mehr über die Betriebskosten abrechnen (§ 2 Nr. 15 Buchst. a und b BetrKV). Wer Kabelfernsehen weiter nutzen möchte, schließt einen eigenen Vertrag mit dem Anbieter. Umlagefähig bleiben der Betriebsstrom der Gemeinschaftsantenne und – bei Glasfaser – ein Bereitstellungsentgelt von höchstens 60 € im Jahr und insgesamt 540 € je Wohnung (§ 72 TKG).

Wie kann ich meine Nebenkostenabrechnung prüfen?

Sie haben nach § 556 Abs. 4 BGB einen Anspruch auf Einsicht in die Belege; der Vermieter darf sie auch elektronisch bereitstellen. Häufige Fehler: falscher Verteilerschlüssel, falsche Wohnfläche, nicht umlagefähige Positionen wie Reparaturen oder Verwaltungskosten sowie verspätete Zustellung. Haben Sie nichts anderes vereinbart, wird nach Wohnfläche umgelegt (§ 556a Abs. 1 BGB) – Heizkosten dagegen zu 50 bis 70 Prozent nach erfasstem Verbrauch (§ 7 Abs. 1 HeizkostenV). Einwendungen müssen Sie binnen zwölf Monaten nach Zugang erheben.

Was passiert bei einer verspäteten oder fehlerhaften Abrechnung?

Geht die Abrechnung später als zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zu, ist eine Nachforderung ausgeschlossen (§ 556 Abs. 3 Satz 3 BGB) – es sei denn, der Vermieter hat die Verspätung nicht zu vertreten. Ein Guthaben müssen Sie auch aus einer verspäteten Abrechnung erhalten. Eine formell fehlerhafte Abrechnung, die sich nicht nachvollziehen lässt, löst keine Zahlungspflicht aus. Inhaltliche Fehler beanstanden Sie innerhalb der Einwendungsfrist.

Wie hoch darf die Vorauszahlung sein?

§ 556 Abs. 2 Satz 2 BGB erlaubt Vorauszahlungen nur in angemessener Höhe – sie sollen die zu erwartenden Kosten decken, nicht dauerhaft übersteigen. Nach einer Abrechnung dürfen beide Seiten die Vorauszahlung anpassen (§ 560 Abs. 4 BGB). Eine deutlich zu niedrig angesetzte Vorauszahlung ist kein Fehler des Vermieters, führt aber planbar zur Nachzahlung; der Rechner zeigt Ihnen die Lücke.

Was der Vermieter nicht umlegen darf

§ 1 Abs. 2 BetrKV nimmt zwei große Blöcke ausdrücklich aus. Tauchen sie in Ihrer Abrechnung auf, ist der Betrag zu streichen:

Die Abgrenzung ist praktisch bedeutsam: Die Wartung einer Anlage ist umlagefähig, ihre Reparatur nicht. Auch die Kosten eines Hauswarts sind nur insoweit umlagefähig, als er nicht instand setzt oder verwaltet (§ 2 Nr. 14 BetrKV).

Kabelanschluss: seit Juli 2024 keine Nebenkosten mehr

Bis zum 30.06.2024 durfte der Vermieter das Nutzungsentgelt für Kabelfernsehen auf alle Mieter umlegen – auch auf die, die es nicht nutzten. § 2 Nr. 15 Buchst. a und b BetrKV begrenzt diese Umlage seither ausdrücklich auf die Zeit „bis zum 30. Juni 2024“. Wer weiter über Kabel fernsehen will, braucht einen eigenen Vertrag.

An seine Stelle kann ein Glasfaserbereitstellungsentgelt treten: höchstens 60 € im Jahr, höchstens 540 € insgesamt je Wohnung und längstens 5 Jahre, in Ausnahmefällen 9 Jahre (§ 72 Abs. 2 TKG). Tragen müssen Sie es nur bei wirtschaftlicher Umsetzung; bei Gesamtkosten über 300 € muss der Vermieter drei Angebote eingeholt haben (§ 556 Abs. 3a BGB).

Die Positionen im Einzelnen

Richtwerte je Quadratmeter Wohnfläche und Monat nach dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes für das Abrechnungsjahr 2024, mit der Nummer des § 2 BetrKV und dem Maßstab, nach dem üblicherweise verteilt wird.

Position§ 2 BetrKV€/m² und MonatVerteilung
Grundsteuer Nr. 1 0,18 € nach Wohnfläche
Wasser und Entwässerung Nr. 2 und 3 0,29 € nach Verbrauch
Heizung und Warmwasser Nr. 4 und 5 1,32 € (bis 2,18 €) nach Verbrauch
Aufzug Nr. 7 0,20 € nach Wohnfläche
Straßenreinigung Nr. 8 0,04 € nach Wohnfläche
Müllbeseitigung Nr. 8 0,16 € nach Wohnfläche
Gebäudereinigung Nr. 9 0,21 € nach Wohnfläche
Gartenpflege Nr. 10 0,15 € nach Wohnfläche
Beleuchtung (Allgemeinstrom) Nr. 11 0,06 € nach Wohnfläche
Schornsteinreinigung Nr. 12 0,04 € nach Wohnfläche
Sach- und Haftpflichtversicherung Nr. 13 0,31 € nach Wohnfläche
Hauswart Nr. 14 0,32 € nach Wohnfläche
Sonstige Betriebskosten Nr. 17 0,07 € nach Wohnfläche

Bei Heizung und Warmwasser müssen 50 bis 70 Prozent nach dem erfassten Verbrauch verteilt werden, der Rest nach Wohnfläche (§ 7 Abs. 1 HeizkostenV). Ohne abweichende Vereinbarung gilt für alle übrigen Positionen die Wohnfläche als Maßstab (§ 556a Abs. 1 BGB). Wenn Sie Ihren Verbrauch kennen, rechnen Sie die Heizkosten im Heizkosten-Rechner genauer.