Geld & Gehalt

Mit dem Gehaltserhöhung-Rechner sehen Sie, wie viel von einer Brutto-Erhöhung tatsächlich netto übrig bleibt. Ideal zur Vorbereitung auf Gehaltsverhandlungen oder um den realen Wert einer Gehaltsanpassung einzuschätzen.

Netto-Gewinn pro Monat
— €

So wird gerechnet

Die Netto-Erhöhung wird durch den Grenzsteuersatz bestimmt, der bei 42% (ab ca. 67.000 Euro) bzw. 45% (ab ca. 278.000 Euro) liegen kann. Sozialabgaben fallen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze nicht mehr an, was den Nettoeffekt bei hohen Gehältern verbessert.

Grenzsteuersatz berücksichtigt.

Häufige Fragen

Warum ist die Netto-Erhöhung viel kleiner als die Brutto-Erhöhung?

Das ist der Grenzsteuersatz! Auf Ihre Gehaltserhöhung zahlen Sie die höchsten Steuern und Sozialabgaben, die Sie insgesamt zahlen – nicht den Durchschnitt. Mit Einkommen über 60.000€ sind das leicht 40-50% Abgaben. Bei 500€ Brutto-Plus bleiben also nur 250-300€ netto übrig.

Was ist der Grenzsteuersatz?

Der Grenzsteuersatz ist die Steuer auf den letzten verdientem Euro. Nicht auf das ganze Gehalt. Beispiel: Mit 50.000€ Einkommen (Steuerklasse IV) zahlen Sie ca. 42% Grenzsteuersatz. Das bedeutet: Jeder zusätzlich verdiente Euro kostet Sie 42 Cent Steuern.

Wie viel Netto ist realistisch?

Faustregel: Bei moderaten Einkommen (30-60k€) sind ca. 60-70% Netto üblich. Bei höheren Einkommen (60-100k€) sinkt das auf 50-60% Netto. Über 100k€ können es nur noch 40-50% sein. Die Sozialabgaben sinken ab einem bestimmten Einkommen (Beitragssatz-Grenze bei ca. 90k€).

Kann ich mit Werbungskosten die Netto-Erhöhung erhöhen?

Indirekt ja. Höhere Werbungskosten (Homeoffice, Fahrtkosten) senken das zu versteuernde Einkommen. Aber das beeinflusst weniger die aktuelle Gehaltserhöhung, sondern eher Ihre gesamte Steuerlast.

Macht eine Steuerklassenwahl einen Unterschied?

Ja! Steuerklasse III hat niedrigere Steuersätze als Klasse V. Alleinerziehende sollten Klasse II wählen (Entlastungsbetrag). Verheiratete können mit III/V mehr Netto aus einer Gehaltserhöhung herausholen, wenn einer deutlich mehr verdient.

Kann ich mit einer Gehaltserhöhung in eine höhere Steuerklasse rutschen?

Nein. Die Steuerklasse richtet sich nach Familienstand und Kinderfreibeträgen, nicht nach Einkommen. Aber: Das zu versteuernde Einkommen steigt, und damit der Grenzsteuersatz.

So funktioniert die Netto-Berechnung bei Gehaltserhöhung

Der Grenzsteuersatz ist der Schlüssel: Wenn Sie eine Gehaltserhöhung erhalten, zahlen Sie nicht Ihre durchschnittliche Steuerlast, sondern den Grenzsteuersatz – die Steuer auf den letzten Euro Einkommen. Bei einem Einkommen über 60.000€ kann dieser 42% oder sogar 45% betragen. Das ist, warum eine Brutto-Erhöhung von 500€ oft nur 250€ netto bringt.

Wie der Grenzsteuersatz funktioniert: Deutschland hat ein progressives Steuersystem. Die ersten 10.000€ (2026) sind steuerfrei, dann zahlst du 19%, dann 42%, dann 45%. Wenn du schon bei 50.000€ verdienst und bekommst 500€ mehr, zahlst du auf diese 500€ die 42% (dein Grenzsteuersatz) – nicht den Durchschnitt aller Steuern, die du zahlst.

Sozialabgaben verstärken den Effekt: Zusätzlich zur Einkommensteuer zahlst du:

  • Krankenversicherung: 7,3-7,7%
  • Pflegeversicherung: 1,525%
  • Arbeitslosenversicherung: 1,3%
  • Rentenversicherung: 8,7% (begrenzt auf Beitragssatzschwelle)
Zusammen mit Steuern: 40-50% Gesamtabgabensatz!

Wichtig: Die Beitragssatzschwelle: Die Rentenbeiträge und Arbeitslosenversicherung sind ab ca. 90.000€ Brutto gedeckelt. Menschen mit höheren Gehältern sparen also bei einer Erhöhung über diese Grenze hinaus die SV-Beiträge – ihr Netto-Gewinn wird größer prozentual.