Geld & Gehalt

Mit dem Gewerbesteuer-Rechner berechnen Sie die Gewerbesteuer basierend auf Ihrem Gewinn und dem Hebesatz Ihrer Gemeinde. Geben Sie Ihren Gewerbeertrag und den lokalen Hebesatz ein, um Ihre genaue Steuerlast zu ermitteln.

Gewerbesteuer
— €

So wird gerechnet

Der Freibetrag beträgt 24.500 Euro für Einzelunternehmen und Personengesellschaften (§ 11 GewStG). Die Steuermesszahl liegt bei 3,5%, multipliziert mit dem kommunalen Hebesatz (typisch 300-500%). Einzelunternehmer können die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer anrechnen.

Hebesatz 300-500% je nach Gemeinde.

Häufige Fragen

Wer muss Gewerbesteuer zahlen?

Alle Freiberufler und Gewerbetreibenden, wenn ihr Gewerbeertrag über 24.500€/Jahr liegt (Freibetrag). Freiberufler (Ärzte, Anwälte, Architekten) sind befreit. Privatvermögen wird nicht besteuert, nur echte Geschäftstätigkeit.

Was ist der Hebesatz?

Der Hebesatz ist ein Multiplikator, den jede Gemeinde selbst festlegt (300-900%). Er wird auf einen Messbetrag (3,5%) angewendet. Beispiel: Messbetrag 3.500€ × Hebesatz 410% = 14.350€ Gewerbesteuer. Großstädte haben oft höhere Hebesätze.

Wie unterscheiden sich Einzelunternehmen und GmbH?

Einzelunternehmen & Personengesellschaften: Freibetrag 24.500€, anrechnung auf Einkommensteuer möglich. GmbH: Kein Freibetrag, Gewerbesteuer nicht auf ESt anrechenbar. Dafür: GmbH zahlt nur 30% Körperschaftsteuer + 5,5% Soli auf Gewinne (vs. bis 45% bei Einzelunternehmen).

Kann ich Gewerbesteuer sparen?

Bedingt. Standortwahl: Gemeinden mit niedrigerem Hebesatz (ländlich ca. 300-350% vs. Großstädte 400%+) sparen 10-15%. GmbH-Gründung ab hohen Gewinnen (>50k€/Jahr) kann rentabel sein. Optimale Rechtsformwahl nach Steuerlast mit Berater.

Ist Gewerbesteuer auf Einkommensteuer anrechenbar?

Ja! Einzelunternehmen und Personengesellschaften können das 3,8-fache der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer anrechnen (max. die ESt-Schuld). GmbH kann nicht anrechnen, weil sie zwar Gewerbesteuer, aber keine ESt zahlt.

Muss ich Gewerbesteuer zahlen, wenn ich Verlust mache?

Nein. Gewerbesteuer wird nur auf positive Gewinne berechnet. Ein Verlust führt zu keiner Steuer. Allerdings: Minderungen durch Verluste können mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden (Verlustvor-/rücktrag).

So funktioniert die Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist eine Gemeinde-Steuer auf gewerbliche Einkünfte. Sie wird auf den Gewerbeertrag (Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit) erhoben. Freiberufler wie Ärzte, Anwälte und Architekten sind befreit – aber Handwerker, IT-Freelancer und E-Commerce-Unternehmer müssen zahlen.

Wie wird sie berechnet?

  1. Gewerbeertrag: Ihr jährlicher Gewinn (Einnahmen minus Betriebsausgaben)
  2. Freibetrag: Erste 24.500€ sind steuerfrei (nur Einzelunternehmen & Personengesellschaften, nicht GmbH)
  3. Messbetrag: Steuerpflichtiger Ertrag × 3,5% = Messbetrag
  4. Hebesatz: Jede Gemeinde multipliziert mit eigenem Hebesatz (300-900%)
  5. Gewerbesteuer: Messbetrag × Hebesatz
Beispiel: 100.000€ Gewinn, Hebesatz 400%. Nach Freibetrag: 75.500€ × 3,5% = 2.642,50€ × 4 = 10.570€ Gewerbesteuer.

Der Hebesatz-Effekt: Der Hebesatz ist ein Gemeinde-Multiplikator und variiert stark. Bayern und Baden-Württemberg sind oft günstiger (300-350%), während Berlin, München und Hamburg höher sind (400-500%+). Wer standortflexibel ist, spart durch Umzug mitunter 5.000€+/Jahr.

Wichtig für GmbH-Gründung: Eine GmbH hat keinen Freibetrag und zahlt immer Gewerbesteuer. Allerdings: GmbH zahlt nur 30% Körperschaftsteuer + 5,5% Soli, während Einzelunternehmen ESt bis 45% zahlen. Ab Gewinnen >50.000€/Jahr kann eine GmbH durch die Kombination rentabel sein.