Geld & Gehalt

Mit dem GmbH vs. Einzelunternehmen-Rechner vergleichen Sie die Steuerbelastung beider Rechtsformen. Finden Sie heraus, ab welchem Gewinn sich eine GmbH-Gründung steuerlich lohnt und wie viel Sie durch die richtige Wahl sparen.

Günstigere Rechtsform

So wird gerechnet

Einzelunternehmen zahlen Einkommensteuer (14-45%) plus Gewerbesteuer; die GmbH zahlt Körperschaftsteuer (15%) plus Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Bei Gewinnen über ca. 80.000 Euro ist die GmbH häufig steuerlich günstiger, besonders wenn Gewinne im Unternehmen verbleiben.

Steuerbelastung im Vergleich.

Häufige Fragen

Ab wann ist eine GmbH-Gründung sinnvoll?

Grobe Faustregel: Ab Gewinnen von 50.000-80.000€/Jahr wird die GmbH interessant. Der Break-Even hängt vom Hebesatz, Ausschüttungen und persönlichen Steuersatz ab. Mit hohem persönlichem Einkommen (45% Grenzsteuer) ist die GmbH oft schon ab 40.000€ rentabel.

Was kostet die GmbH-Gründung?

Gründungskosten: ca. 800-1.500€ (Notar, Handelsregister, Geschäftsführervergütung Jahr 1). Jährliche Kosten: Bilanzbuchhaltung (500-2.000€/Jahr), Steuererklärungen. Erst ab ca. 50.000€ Gewinn lohnt sich das ökonomisch.

Kann ich Gewinne in der GmbH steuerfrei aufbauen?

Ja, das ist der Vorteil! Ersparte Gewinne (Thesaurierung) werden mit 30% KSt + 5,5% Soli = 31,65% besteuert. Bei Einzelunternehmen wären es bis zu 45% ESt + SV-Beiträge. Die GmbH funktioniert als Steuerstundungs-Vehikel.

Was ist der Nachteil der GmbH?

Aufwand: Gründung, Bilanzbuchhaltung, Geschäftsführervergütung, Gewerbesteuer auch ohne Gewinn. Komplexität: Doppelbesteuerung bei Ausschüttung. Haftung: Begrenzt auf Gesellschaftsvermögen, aber: Du bist persönlich für fahrlässige/vorsätzliche Schäden haftbar.

Muss ich mich selbst Gehalt zahlen?

Ja! Geschäftsführer-Gehalt ist betriebsausgabe und wird mit ESt belastet. Ideal: Gehalt so wählen, dass Restgewinn nicht zu hoch ist. Urteilsregel: 'Angemessenes Geschäftsführergehalt' – das Finanzamt prüft, ob dein Gehalt unrealistisch niedrig ist.

Kann ich als Einzelunternehmer später zur GmbH wechseln?

Ja, aber mit Steuerfallen! Die Umwandlung (Betriebsvermögensübergang) ist steuerstabil, aber: Eventuelle stille Reserven werden offengelegt und versteuert. Mit Steuerberater planen!

So funktioniert der Vergleich GmbH vs. Einzelunternehmen

Die Wahl der Rechtsform ist eine Steuerfrage: Ein Einzelunternehmer zahlt Einkommensteuer (bis 45%) + Sozialversicherung (ca. 19,5%) + Gewerbesteuer auf alle Gewinne. Eine GmbH zahlt Körperschaftsteuer (15%) + Solidaritätszuschlag (5,5%) + Gewerbesteuer, aber erst bei Ausschüttung wird der Gesellschafter (als Privatperson) mit Abgeltungsteuer (25%) belastet.

Der Break-Even punkt: Bei Gewinnen unter 40.000€ ist meist das Einzelunternehmen günstiger (weniger Aufwand, keine GmbH-Kosten). Ab 50.000-80.000€ wird die GmbH interessanter, weil die GmbH-Steuerbelastung niedriger ist, wenn man Gewinne einbehält (thesauriert). Der exakte Punkt hängt vom persönlichen Grenzsteuersatz ab.

Die Steuerstundungs-Strategie: Eine GmbH ermöglicht es, Gewinne mit nur 31,65% (15% KSt + 5,5% Soli + 11,15% Gewerbesteuer im Schnitt) zu besteuern und einzubehalten. Erst wenn Sie Geld ausschütten, zahlt der Gesellschafter zusätzlich Abgeltungsteuer (25%). Ein Einzelunternehmer zahlt sofort die volle Steuerlast (bis 45% ESt).

Versteckte Kosten der GmbH: Gründung (800-1.500€), jährliche Bilanzbuchhaltung (500-2.000€), Steuererklärungen, Geschäftsführervergütung (mind. angemessen), Gewerbesteuer auch bei Verlust (in manchen Bundesländern). Das addiert sich zu 3.000-5.000€ pro Jahr.

Praktisches Beispiel: Bei 100.000€ Gewinn zahlt ein Einzelunternehmer (Stklasse IV, Hebesatz 410%) ca. 40.000€ Gewinnesteuer + Gewerbesteuer. Eine GmbH mit gleicher Ausschüttung zahlt ca. 28.000€. Aber: Nach GmbH-Gründungs- und Betriebskosten ist der Vorteil nur noch 5.000-10.000€. Lohnt sich erst bei wiederkehrend hohen Gewinnen.