Auto & Mobilität

Tragen Sie die Werte aus Ihrem Leasingangebot ein. Der Rechner zeigt Leasingfaktor und Gesamtkostenfaktor zum Vergleich von Angeboten und rechnet Mehrkilometer und Strom zu den Gesamtkosten dazu.

Gesamtkosten über die Laufzeit
— €

Vorbelegt ist ein angenommenes Angebot – ersetzen Sie die Vertragswerte durch Ihre.

So wird gerechnet

Gesamtkosten = Rate × Laufzeit + Sonderzahlung + Überführung + Mehrkilometer × Satz + Stromkosten. Minderkilometer werden nicht gegengerechnet.

Leasingfaktor = Rate ÷ Bruttolistenpreis × 100; Gesamtkostenfaktor zusätzlich mit (Sonderzahlung + Überführung) ÷ Laufzeit – gebräuchliche Vergleichszahlen, keine Rechtsgrößen. Vertragswerte sind Ihre Eingaben. Vorbelegter Verbrauch: ADAC Autokostenübersicht Frühjahr/Sommer 2026 (Opel Corsa Electric (50 kWh)); Strompreis 37 ct/kWh aus der BDEW-Strompreisanalyse.

Hintergrund

Wer mehr fährt, zahlt beim Leasing weniger je Kilometer

Dasselbe Leasingangebot, dieselbe Rate, dieselbe Sonderzahlung: Bei 10.000 km im Jahr kostet jeder gefahrene Kilometer im Schnitt 0,450 €. Wer 50.000 km fährt – und damit 12.000 € Mehrkilometer-Aufschlag zahlt – kommt nur noch auf 0,217 € je Kilometer. Die Gesamtkosten steigen um 18.971 €, der Durchschnittspreis je Kilometer fällt trotzdem um mehr als die Hälfte.

Von Matthias Dührkop · Stand

Grundlage: ADAC Autokostenübersicht Frühjahr/Sommer 2026 · BDEW-Strompreisanalyse April 2026 · alle Quellen

Leasingfaktor und Gesamtkostenfaktor oben auf der Seite beschreiben den Vertrag – sie ändern sich nicht, egal wie viel damit gefahren wird. Der Rechner liefert daneben eine dritte Zahl, die genau davon abhängt: den Kilometerpreis. Wie stark er sich bewegt, obwohl am Vertrag selbst nichts geändert wird, zeigt sich erst, wenn man nur die erwartete Fahrleistung variiert und alles andere unangetastet lässt.

Durchschnitt und Grenzkosten sind zwei verschiedene Zahlen

Der Rechner oben zeigt bei jedem Ergebnis eine Zeile „Je km“. Das ist der Durchschnittspreis: alle Kosten der Laufzeit – Rate, Sonderzahlung, Überführung, Mehrkilometer, Strom – geteilt durch alle gefahrenen Kilometer. Trägt man beim vorbelegten Beispiel (Listenpreis 40.000 €, Rate 299 €, 36 Monate Laufzeit, 1.000 € Überführung) die vereinbarten 10.000 km als erwartete Fahrleistung ein, zeigt die Zeile 0,450 €. Erhöht man nur die erwartete Fahrleistung – der Vertrag bleibt sonst unverändert –, sinkt dieser Wert:

Kilometerpreis bei steigender Fahrleistung, gleicher Vertrag
Erwartete FahrleistungMehrkilometer-AufschlagGesamtkostenPreis je km
10.000 km / Jahr – 13.507 € 0,450 €
15.000 km / Jahr 1.500 € 15.878 € 0,353 €
20.000 km / Jahr 3.000 € 18.249 € 0,304 €
30.000 km / Jahr 6.000 € 22.992 € 0,255 €
50.000 km / Jahr 12.000 € 32.478 € 0,217 €

Zwischen der ersten und der letzten Zeile liegen 18.971 € höhere Gesamtkosten – und ein um 0,233 € niedrigerer Kilometerpreis. Beides ist gleichzeitig richtig, weil es zwei unterschiedliche Fragen beantwortet: Was kostet der Vertrag insgesamt, und was kostet im Schnitt ein einzelner Kilometer.

Warum der Durchschnitt fällt, obwohl nichts billiger wird

Nichts an dem Angebot wird günstiger. Rate, Sonderzahlung und Überführung sind Festbeträge, die mit der Fahrleistung nicht wachsen – bei 36 Monaten macht das 11.764 € Fixkosten, Fahrleistung hin oder her. Jeder Kilometer über die vereinbarten 10.000 km hinaus kostet zusätzlich den Mehrkilometersatz aus dem Vertrag (0,10 € je km) plus Strom. Der Durchschnittspreis je Kilometer ist der Quotient aus beidem:

Fixkosten geteilt durch alle gefahrenen Kilometer, plus die Kosten der zusätzlichen Kilometer selbst. Der erste Teil wird kleiner, je mehr Kilometer im Nenner stehen – der zweite bleibt konstant, weil jeder Mehrkilometer gleich viel kostet. In Summe sinkt der Durchschnitt, auch wenn die absoluten Kosten weiter steigen. Das ist derselbe Effekt wie bei jedem Fixkostenblock: Ein Jahresabo, das sich auf mehr Nutzung verteilt, wird pro Nutzung billiger, ohne dass sich am Preis des Abos etwas ändert.

Rechnerisch lässt sich der Kilometerpreis deshalb in zwei Teile zerlegen: einen Grenzkosten-Anteil von konstant 0,158 € je Kilometer – das, was ein zusätzlicher Kilometer wirklich kostet – und einen Fixkosten-Anteil, der mit der Fahrleistung schrumpft:

Zerlegung des Kilometerpreises in Fixkosten- und Grenzkosten-Anteil
Erwartete FahrleistungFixkosten-Anteil je kmGrenzkosten-Anteil je kmPreis je km gesamt
10.000 km / Jahr 0,292 € 0,158 € 0,450 €
15.000 km / Jahr 0,195 € 0,158 € 0,353 €
20.000 km / Jahr 0,146 € 0,158 € 0,304 €
30.000 km / Jahr 0,097 € 0,158 € 0,255 €
50.000 km / Jahr 0,059 € 0,158 € 0,217 €

Der Grenzkosten-Anteil ist bei jeder Fahrleistung derselbe Wert – nur der Fixkosten-Anteil bewegt sich. Beide Spalten addiert ergeben (auf die dritte Nachkommastelle gerundet) wieder den Kilometerpreis aus der ersten Tabelle.

Die Grenze, die der Preis nie unterschreitet

Der Kilometerpreis fällt nicht beliebig weiter. Je mehr Kilometer im Nenner stehen, desto kleiner wird der Fixkostenanteil – bei extrem hoher Fahrleistung bleibt praktisch nur noch der Mehrkilometersatz plus die Stromkosten je Kilometer übrig: 0,10 € + 0,058 € = rund 0,158 € je Kilometer. Bei 50.000 km liegt der angezeigte Preis mit 0,217 € schon nah an dieser Grenze, unterschreitet sie aber nicht. Der Rechner selbst zeigt diese Grenze nirgends an – sie ergibt sich erst, wenn man mehrere Fahrleistungen nacheinander einträgt und vergleicht.

Von dieser Grenze entfallen in diesem Beispiel 63 % auf den vertraglichen Mehrkilometersatz und der Rest auf die Stromkosten des zusätzlich gefahrenen Kilometers. Beide Anteile stehen im selben Vertrag: Ein niedriger Mehrkilometersatz senkt die Grenze, ein hoher Verbrauch oder ein teurerer Ladeweg hebt sie an – unabhängig davon, wie viel insgesamt gefahren wird.

Zwei Angebote, zwei Ranglisten

Der Effekt hat eine praktische Folge: Ein Vertrag mit niedrigerer Rate, aber engerem Kilometerbudget und höherem Mehrkilometersatz, kann je nach angenommener Fahrleistung mal vorn liegen und mal hinten. Zwei Beispielangebote für denselben Wagen (Listenpreis 40.000 €, 36 Monate, 1.000 € Überführung): Angebot A mit 299,00 € Rate, 10.000 km im Vertrag und 0,10 € je Mehrkilometer; Angebot B mit der niedrigeren Rate von 259,00 €, aber nur 8.000 km im Vertrag und 0,18 € je Mehrkilometer.

Vergleich zweier Leasingangebote bei unterschiedlicher erwarteter Fahrleistung
Erwartete FahrleistungAngebot A gesamtAngebot B gesamtGünstiger
8.000 km / Jahr 13.158 € 11.718 € B
12.000 km / Jahr 14.455 € 14.575 € A
20.000 km / Jahr 18.249 € 20.289 € A

Bei 8.000 km im Jahr – dem Kilometerbudget von Angebot B – liegt Angebot B vorn, sowohl bei den Gesamtkosten als auch beim Kilometerpreis. Wer aber 20.000 km im Jahr fährt, zahlt bei Angebot B 2.040 € mehr als bei Angebot A – der niedrigere Mehrkilometersatz von Angebot A gleicht die höhere Rate bei viel Fahrleistung mehr als aus. Die Rangfolge hängt also nicht am Vertrag allein, sondern am Vertrag zusammen mit der eigenen, tatsächlich erwarteten Fahrleistung.

Der Umschlagpunkt lässt sich für dieses Beispiel genau angeben: Bei 11.500 km im Jahr kosten beide Angebote über die gesamte Laufzeit exakt gleich viel. Wer weniger fährt, ist mit Angebot B besser bedient, wer mehr fährt, mit Angebot A. Der Grund liegt wieder in der unterschiedlichen Aufteilung von Fixkosten und Grenzkosten: Angebot B hat die niedrigeren Fixkosten, aber den höheren Grenzkostensatz (0,18 € statt 0,10 € je Mehrkilometer). Je mehr Kilometer über die jeweils vereinbarte Grenze hinaus gefahren werden, desto stärker schlägt der höhere Grenzkostensatz von B zu Buche – bis er den anfänglichen Fixkostenvorteil aufzehrt. Ein Vergleich, der nur die Monatsrate oder nur den Kilometerpreis bei einer einzigen angenommenen Fahrleistung heranzieht, sieht diesen Umschlagpunkt nicht.

Was das für den Vergleich zweier Angebote bedeutet

Der Kilometerpreis eignet sich zum Vergleich zweier Verträge deshalb nur, wenn beide mit derselben, realistisch erwarteten Fahrleistung gerechnet werden – nicht mit der jeweils vertraglich vereinbarten, die bei zwei Angeboten unterschiedlich hoch sein kann. Der Leasingfaktor und der Gesamtkostenfaktor oben auf der Seite sind von der Fahrleistung ohnehin nicht betroffen: Beide hängen nur an Rate, Sonderzahlung, Überführung und Listenpreis und bleiben deshalb bei jeder Zeile der ersten Tabelle gleich. Sie beschreiben den Vertrag; der Kilometerpreis beschreibt die eigene Nutzung des Vertrags. Wer Angebote vergleicht, liest deshalb beide nebeneinander – und trägt für den Kilometerpreis die eigene, nicht die vertraglich vorgegebene Fahrleistung ein.

An der Rechnung selbst ändert sich nichts, wenn statt eines Elektroautos ein Verbrenner geleast wird – Rate, Sonderzahlung und Überführung verdünnen sich bei jedem Fahrzeug gleichermaßen auf mehr Kilometer. Nur der letzte Posten der Formel unterscheidet sich: Hier sind es die Stromkosten der erwarteten Fahrleistung, bei einem Verbrenner wären es die Kraftstoffkosten. Der Effekt, dass der ausgewiesene Kilometerpreis mit steigender Fahrleistung sinkt, ist damit keine Eigenheit des Elektroautos, sondern eine Eigenschaft jedes Kilometerleasingvertrags mit festen Grundkosten und einer variablen Mehrkilometer-Klausel.

Häufige Fragen

Wie berechnet sich der Leasingfaktor?

Monatsrate ÷ Bruttolistenpreis × 100. Er bezieht sich auf einen Monat, nicht auf ein Jahr: 299 € Rate bei 40.000 € Listenpreis ergeben 0,75 %. Eine gesetzliche Definition gibt es nicht; die Zahl dient nur dem Vergleich von Angeboten.

Was ist der Gesamtkostenfaktor?

Er rechnet Sonderzahlung und Überführungskosten gleichmäßig auf die Monate um und teilt dann durch den Listenpreis. Anders als der Leasingfaktor steigt er, wenn ein Angebot die Rate mit einer hohen Sonderzahlung drückt.

Was kosten Mehrkilometer?

So viel, wie der Vertrag je Kilometer festlegt. Tragen Sie den Satz aus Ihrem Angebot ein; der Rechner multipliziert ihn mit der Differenz aus erwarteter und vereinbarter Fahrleistung über die Laufzeit.

Muss ich für ein geleastes E-Auto Kfz-Steuer zahlen?

Reine Elektroautos sind nach § 3d KraftStG 10 Jahre ab Erstzulassung befreit, sofern die Erstzulassung bis zum 31.12.2030 erfolgt, längstens bis zum 31.12.2035. Die Befreiung knüpft an das Fahrzeug und seine Erstzulassung an, nicht daran, ob es gekauft oder geleast wurde.

Leasingangebote richtig vergleichen

Der Leasingfaktor – und warum er allein nicht reicht

Die Monatsrate steht im Angebot; berechnen lässt sie sich nicht. Um Angebote für unterschiedlich teure Autos vergleichbar zu machen, ist der Leasingfaktor gebräuchlich: Monatsrate geteilt durch den Bruttolistenpreis, mal 100. Er ist keine gesetzlich definierte Größe, sondern eine Vergleichszahl. Wichtig ist der Bezug: Er gilt je Monat. Eine Rate von 299 € für ein Auto mit 40.000 € Listenpreis ergibt 0,75 %.

Der Leasingfaktor lässt sich schönen – mit einer Sonderzahlung. Dasselbe Angebot mit 5.000 € Sonderzahlung hat denselben Leasingfaktor von 0,75 %, kostet über 36 Monate aber 5.000 € mehr. Der Gesamtkostenfaktor legt Sonderzahlung und Überführung auf die Laufzeit um: 0,82 % gegen 1,16 %. Vergleichen Sie Angebote deshalb mit dem Gesamtkostenfaktor.

Kilometer: der zweite Kostenblock

Beim Kilometerleasing ist eine Jahresfahrleistung vereinbart. Wer mehr fährt, zahlt je Mehrkilometer den Satz aus dem Vertrag. Ob und bis zu welcher Grenze Minderkilometer vergütet werden, regelt ebenfalls der Vertrag – der Rechner setzt sie vorsichtshalber nicht an. Im Beispiel kosten 15.000 statt 10.000 km im Jahr bei 0,10 € je Kilometer 1.500 € Nachzahlung am Vertragsende. Ist absehbar, dass Sie mehr fahren, ist ein Vertrag mit höherer Fahrleistung meist die bessere Wahl – vergleichen lässt sich das, indem Sie beide Angebote nacheinander eintragen.

Stromkosten: Wo Sie laden, entscheidet

Der Rechner rechnet den Strom über die erwartete Fahrleistung. Vorbelegt ist der Verbrauch des Opel Corsa Electric (50 kWh) von 15,7 kWh je 100 km aus der ADAC Autokostenübersicht Frühjahr/Sommer 2026 und der Haushaltsstrompreis von 37 ct/kWh. Wer statt zu Hause an öffentlichen Normalladesäulen lädt (im Schnitt 52 ct/kWh nach LichtBlick Ladesäulencheck 2025 (Erhebung: Statista)), zahlt im Beispiel über drei Jahre 2.449 € statt 1.743 €.

Was im Rechner fehlt

Versicherung, Wartung und Reifen sind nur dann in der Rate enthalten, wenn das Angebot sie ausdrücklich einschließt – sonst kommen sie hinzu. Ebenfalls nicht enthalten sind Kosten für Schäden, die bei Rückgabe über normale Gebrauchsspuren hinausgehen, und eine Wallbox.