Mit dem Volumen-Umrechner rechnen Sie zwischen metrischen Einheiten (Liter, Milliliter, Kubikmeter, Zentiliter) und anglo-amerikanischen Einheiten (US-Gallone, UK-Gallone, Fluid Ounce, Cup, Esslöffel, Teelöffel) um. Besonders wichtig beim Kochen mit US-Rezepten (1 cup = 237 ml), beim Tanken in den USA (Gallonen statt Liter) oder bei der Mischung von Cocktails (Fluid Ounce statt Milliliter).
So wird gerechnet
Der Liter ist seit 1964 exakt als 1 Kubikdezimeter (1 dm³) bzw. 0,001 Kubikmeter definiert; er ist keine SI-Einheit, aber zur Verwendung mit dem SI zugelassen. Die US-Gallone (US gal liquid) und die UK-Gallone (imp gal) unterscheiden sich erheblich: 1 US-Gallone = 3,785 Liter, 1 UK-Gallone = 4,546 Liter (ca. 20% größer). 1 Cup (US) entspricht 236,6 ml, 1 Tablespoon (Esslöffel, tbsp) = 14,79 ml, 1 Teaspoon (Teelöffel, tsp) = 4,93 ml. Fluid Ounce: 1 fl oz US = 29,57 ml, 1 fl oz UK = 28,41 ml. Wichtig: Volumen und Gewicht sind verschiedene Größen – 1 Cup Mehl wiegt nicht dasselbe wie 1 Cup Zucker!
Umrechnungsfaktoren nach NIST Special Publication 811 und dem britischen Weights and Measures Act 1985. US-Gallone = exakt 3,785411784 Liter (US gallon, liquid). UK-Gallone = exakt 4,54609 Liter (imperial gallon).
Hintergrund
40 mpg (UK) und 40 mpg (US) sind nicht dasselbe Auto – der Unterschied steckt allein in der Gallone
Britische und amerikanische Verbrauchsangaben in "miles per gallon" sehen aus wie dieselbe Einheit, sind es aber nicht: Die Meile ist in UK und USA seit 1959 exakt gleich lang, die Gallone nicht. Ein Auto mit 40 mpg nach britischer Definition fährt real so sparsam wie eines mit nur 33,3 mpg nach amerikanischer Definition – wer die Zahl unverändert übernimmt, verschätzt sich um 16,7 %.
Grundlage: NIST Special Publication 811 – Guide for the Use of the SI, Anhang B · National Bureau of Standards, Federal Register vom 1.7.1959 – „Refinement of… und 1 weitere · alle Quellen
Die Meile ist gleich, die Gallone nicht
Seit dem internationalen Yard-and-Pound-Abkommen vom 1. Juli 1959 ist die Meile in Großbritannien und den USA exakt identisch definiert: 1 Yard = 0,9144 m, daraus folgt 1 Meile = 1.760 Yards = 1,609344 km – auf beiden Seiten des Atlantiks dieselbe Zahl. Bei der Gallone ist das anders. Die US-Gallone (liquid gallon) ist nach NIST SP 811 als 231 Kubikzoll definiert, das entspricht exakt 3,785411784 Litern. Die britische Gallone (imperial gallon) legt der Weights and Measures Act 1985 mit exakt 4,54609 Litern fest. Die britische Gallone ist damit um den Faktor 1,20095 größer als die amerikanische – rund 20,1 % mehr Volumen für dieselbe Bezeichnung "Gallone".
Daraus folgt zwingend: Weil "miles per gallon" die (identische) Meile durch die (unterschiedliche) Gallone teilt, kann der ganze Unterschied zwischen einer britischen und einer amerikanischen mpg-Zahl nur aus der Gallone stammen. Der Zähler der Rechnung ist überall derselbe, nur der Nenner unterscheidet sich.
Dieselbe Fahrt, zwei mpg-Zahlen
Die folgende Tabelle nimmt drei runde britische mpg-Angaben und rechnet sie zunächst korrekt in Liter je 100 km um (Spalte "l/100 km, real"). Dann wird gezeigt, welche amerikanische mpg-Zahl exakt denselben realen Verbrauch beschreiben würde. Beide Wege – britische mpg mit britischer Gallone, amerikanische mpg mit amerikanischer Gallone – führen auf dieselbe l/100-km-Zahl; ein Selbsttest im Kopf dieser Seite prüft das bei jedem Build nach.
| mpg (UK-Angabe) | entsprechende mpg (US) | l/100 km, real | l/100 km, wenn als US-mpg gelesen |
|---|---|---|---|
| 30 mpg | 24,98 mpg | 9,42 | 7,84 |
| 40 mpg | 33,31 mpg | 7,06 | 5,88 |
| 50 mpg | 41,63 mpg | 5,65 | 4,70 |
An der mittleren Zeile: "40 mpg" in britischer Zählung entspricht 7,06 l/100 km. Wer diese 40 unverändert als amerikanische mpg-Zahl liest, käme auf 5,88 l/100 km – einen um 16,7 % zu niedrigen, also zu optimistischen Verbrauch. Das eigentliche amerikanische Äquivalent zu "40 mpg (UK)" liegt bei nur 33,3 mpg (US) – eine auf den ersten Blick deutlich schlechtere Zahl, obwohl es exakt dasselbe Auto mit demselben Verbrauch ist.
Der Fehler ist immer derselbe Prozentsatz
Der zweite Selbsttest im Kopf dieser Seite prüft die Rechnung noch aus einer anderen Richtung nach: Ausgehend von einem frei gewählten realen Verbrauch in l/100 km lassen sich sowohl eine britische als auch eine amerikanische mpg-Zahl berechnen, ohne die obige Tabelle zu benutzen. Ihr Verhältnis muss dabei für jeden beliebigen Verbrauchswert exakt dem Gallonenverhältnis von 1,20095 entsprechen – weil sich die Meile aus dem Verhältnis herauskürzt. Der Build bricht ab, sobald das nicht mehr stimmt.
Daraus folgt eine unbequeme Konsequenz für den Vergleich: Wer eine britische mpg-Zahl fälschlich als amerikanische liest (oder umgekehrt), unterschätzt den realen Verbrauch nicht um einen festen Betrag, sondern immer um denselben Prozentsatz von 16,7 % – ob bei 30, 40 oder 50 mpg. Der dritte Selbsttest vergleicht die Abweichung an allen drei Beispielwerten und lässt den Build scheitern, sobald sie auseinanderlaufen. Genau dieses konstante Verhältnis – nicht ein variabler Rundungsfehler – ist die Ursache, wenn britische und amerikanische Verbrauchsangaben in Auto-Foren oder Testberichten ohne Umrechnung nebeneinandergestellt werden.
Warum das über die Gallone hinaus wichtig ist
Die Verwechslung tritt in der Praxis vor allem dort auf, wo britische Fahrzeugtests (offizielle EU/WLTP-Angaben werden in UK traditionell auch in mpg umgerechnet) neben amerikanischen EPA-Angaben stehen – beide unter derselben Abkürzung "mpg", ohne Hinweis auf die zugrunde liegende Gallone. Der Umrechnungsfaktor 1,20095 aus diesem Artikel ist dabei unabhängig vom Fahrzyklus (EPA, WLTP oder ein anderer Teststandard): Er hängt ausschließlich von der Definition der beiden Gallonen ab, nicht davon, wie der Verbrauch gemessen wurde. Der Volumen-Umrechner oben auf dieser Seite rechnet US- und UK-Gallone direkt in Liter um; für den mpg-Vergleich kommt als zweiter Schritt lediglich die – in UK und USA identische – Meile hinzu.