Mit dem Renten-Rechner berechnen Sie Ihre voraussichtliche gesetzliche Rente und die Rentenlücke. So erkennen Sie frühzeitig, ob Ihre Altersvorsorge ausreicht oder zusätzlicher Bedarf besteht.
So wird gerechnet
Die Rentenberechnung folgt der Rentenformel des § 64 SGB VI: Entgeltpunkte mal Zugangsfaktor mal Rentenartfaktor mal aktueller Rentenwert. Der aktuelle Rentenwert beträgt seit dem 1. Juli 2026 42,52 € und wird jährlich neu festgesetzt. Der Zugangsfaktor bildet ab, wie weit der Rentenbeginn von der Regelaltersgrenze abweicht.
Rentenformel § 64 SGB VI, 42,52 € je Punkt.
Hintergrund
Der teuerste Monat eines Rentenlebens
Wer die Wartezeit von 45 Jahren erfüllt und seine Altersgrenze abwartet, bekommt die Rente ohne Abschlag. Wer einen einzigen Monat früher beginnt, bekommt den Abschlag für die ganze Strecke bis zur Regelaltersgrenze – im Beispiel dieses Artikels 138,83 € Bruttorente im Monat, dauerhaft. Der Monat davor ist 8,30 € wert, der Monat danach 3,12 €. Und an der Regelaltersgrenze sind die 45 Beitragsjahre für die Rentenhöhe exakt nichts mehr wert.
Grundlage: § 77 SGB VI – Zugangsfaktor · § 38 SGB VI – Altersrente für besonders langjährig Versicherte und 15 weitere · alle Quellen
Was ein Monat wert ist, hängt davon ab, welcher Monat es ist
Die Rentenformel des § 64 SGB VI hat drei Faktoren, und nur einer von ihnen hängt davon ab, wann jemand aufhört: der Zugangsfaktor. § 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 SGB VI regelt ihn in zwei Zeilen. Ein Monat vorzeitige Inanspruchnahme senkt ihn um 0,003, ein Monat Aufschub nach der Regelaltersgrenze hebt ihn um 0,005. Daraus wird überall die Merkregel „0,3 % Abschlag, 0,5 % Zuschlag je Monat".
Die Merkregel unterschlägt, dass ein Monat nicht ein Monat ist. Für einen Versicherten des Jahrgangs 1964 mit erfüllter Wartezeit von 45 Jahren, 40 Entgeltpunkten auf dem Konto und 3.800 € Bruttogehalt im Monat kostet ein später begonnener Rentenbezug – je nachdem, welcher Monat es ist – Folgendes an zusätzlicher Bruttorente:
| Rentenbeginn verschoben von … auf … | Lage | Zuwachs je Monat |
|---|---|---|
| 64 J. 10 M. → 64 J. 11 M. | noch im Abschlagsbereich | 8,30 € |
| 64 J. 11 M. → 65 J. | über die Altersgrenze der 45 Beitragsjahre | 138,83 € |
| 65 J. → 65 J. 1 M. | im Plateau zwischen beiden Altersgrenzen | 3,12 € |
| 67 J. → 67 J. 1 M. | über die Regelaltersgrenze | 12,57 € |
Zwischen dem teuersten und dem billigsten dieser Monate liegt der Faktor 44,5. Der Monat an der Altersgrenze allein ist 16,7-mal so viel wert wie der Monat unmittelbar davor. Und auf ihn folgen zwei Jahre, in denen jeder weitergearbeitete Monat nur noch 3,12 € bringt – weniger als vorher, obwohl derselbe Beitrag gezahlt wird.
Man kann dieselbe Zahl auch als Wartezeit lesen. Wer den Monat an der Altersgrenze abwartet, verzichtet einmal auf eine Rentenzahlung von 1.673,95 € und bekommt dafür dauerhaft 138,83 € mehr: Nach 12,1 Monaten Rentenbezug ist der Verzicht wieder hereingeholt. Für denselben Menschen ohne die 45 Beitragsjahre beginnt die Rente in diesem Monat auf den Cent gleich hoch – bei ihm dauert dieselbe Rechnung aber 201 Monate.
Warum der Sprung entsteht: zwei Gesetze, zwei Bezugspunkte
Der Sprung ist kein Rundungsartefakt, sondern eine Folge davon, dass zwei Rentenarten aufeinandertreffen. § 38 SGB VI gibt Versicherten mit 45 Beitragsjahren einen Anspruch auf Altersrente ab dem vollendeten 65. Lebensjahr, § 236b SGB VI regelt die Altersgrenze für die Jahrgänge bis 1963. § 38 SGB VI besteht aus einem einzigen Anspruchssatz, und was in ihm fehlt, ist entscheidend: eine vorzeitige Inanspruchnahme gibt es bei dieser Rentenart nicht. § 36 Satz 2 SGB VI enthält genau diesen Zusatz für die Rente nach 35 Beitragsjahren – § 38 SGB VI hat kein Gegenstück dazu, § 236b SGB VI auch nicht.
Wer die 45 Jahre voll hat und trotzdem früher gehen will, bezieht deshalb keine gekürzte Rente nach § 38 SGB VI, sondern eine Altersrente für langjährig Versicherte nach § 36 SGB VI. Deren Altersgrenze liegt bei 67 Jahren, und an ihr misst § 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a SGB VI den Abschlag. Die 24 Monate zwischen den beiden Altersgrenzen sind damit nicht verschwunden – sie werden nur nicht berechnet, solange man die niedrigere Altersgrenze abwartet. Einen Monat zu früh, und sie zählen alle mit: 25 Monate mal 0,003 ergeben einen Zugangsfaktor von 0,925 statt 1,0 – ein Unterschied von 7,5 Prozentpunkten.
Dass die Rechnung überhaupt so aufgeht, steht in § 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI. Der Zugangsfaktor ist dort 1,0 bei Renten, die „mit Ablauf des Kalendermonats des Erreichens der Regelaltersgrenze oder eines für den Versicherten maßgebenden niedrigeren Rentenalters" beginnen. Der Halbsatz nach dem „oder" ist das ganze Privileg der 45 Jahre – und er greift nur, wenn dieses niedrigere Rentenalter auch erreicht ist.
Der Sprung ist je Jahrgang verschieden – und die Ältesten haben ihn nicht
Die beiden Altersgrenzen wurden von unterschiedlichen Startpunkten aus angehoben: die Regelaltersgrenze nach § 235 Abs. 2 SGB VI von 65 Jahren aus, die Altersgrenze der besonders langjährig Versicherten nach § 236b Abs. 2 SGB VI von 63 Jahren aus. Solange die Schrittweiten auseinanderliefen, war der Abstand zwischen beiden je Jahrgang ein anderer – und damit auch die Höhe des Sprungs.
| Jahrgang | Altersgrenze mit 45 Jahren | Regelaltersgrenze | Abstand | Sprung im letzten Monat |
|---|---|---|---|---|
| 1950 | 63 Jahre | 65 Jahre und 4 Monate | 28 Monate | entfällt |
| 1951 | 63 Jahre | 65 Jahre und 5 Monate | 29 Monate | entfällt |
| 1952 | 63 Jahre | 65 Jahre und 6 Monate | 30 Monate | entfällt |
| 1953 | 63 Jahre und 2 Monate | 65 Jahre und 7 Monate | 29 Monate | 9,0 Pp. |
| 1954 | 63 Jahre und 4 Monate | 65 Jahre und 8 Monate | 28 Monate | 8,7 Pp. |
| 1955 | 63 Jahre und 6 Monate | 65 Jahre und 9 Monate | 27 Monate | 8,4 Pp. |
| 1956 | 63 Jahre und 8 Monate | 65 Jahre und 10 Monate | 26 Monate | 8,1 Pp. |
| 1957 | 63 Jahre und 10 Monate | 65 Jahre und 11 Monate | 25 Monate | 7,8 Pp. |
| 1958 | 64 Jahre | 66 Jahre | 24 Monate | 7,5 Pp. |
| 1959 | 64 Jahre und 2 Monate | 66 Jahre und 2 Monate | 24 Monate | 7,5 Pp. |
| 1960 | 64 Jahre und 4 Monate | 66 Jahre und 4 Monate | 24 Monate | 7,5 Pp. |
| 1961 | 64 Jahre und 6 Monate | 66 Jahre und 6 Monate | 24 Monate | 7,5 Pp. |
| 1962 | 64 Jahre und 8 Monate | 66 Jahre und 8 Monate | 24 Monate | 7,5 Pp. |
| 1963 | 64 Jahre und 10 Monate | 66 Jahre und 10 Monate | 24 Monate | 7,5 Pp. |
| 1964 und später | 65 Jahre | 67 Jahre | 24 Monate | 7,5 Pp. |
Am größten ist der Sprung beim Jahrgang 1953 mit 9,0 Prozentpunkten für einen einzigen Monat. Für alle Jahrgänge bis einschließlich 1952 steht in der letzten Spalte „entfällt", und das hat einen schlichten Grund: Ihre Altersgrenze liegt bei genau 63 Jahren, und früher als mit 63 beginnt – abgesehen von der Rente für schwerbehinderte Menschen – nach § 36 Satz 2 SGB VI keine Altersrente. Für sie gibt es den Monat davor nicht. Diese Jahrgänge sind zugleich die einzigen, für die die oft zitierte „Rente mit 63 ohne Abschlag" je gegolten hat.
Die Kehrseite: Das Privileg verfällt in 24 Monaten
Der Zuschlag für den Aufschub kennt diese niedrigere Altersgrenze nicht. § 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b SGB VI knüpft ihn ausdrücklich an Monate „nach Erreichen der Regelaltersgrenze". Zwischen der Altersgrenze der 45 Beitragsjahre und der Regelaltersgrenze steht der Zugangsfaktor deshalb still: Er ist 1,0 und bleibt 1,0. Wer in dieser Zeit weiterarbeitet, sammelt nur noch Entgeltpunkte.
Der Vorsprung, den die 45 Beitragsjahre verschaffen, schmilzt dadurch mit jedem Monat, den man ihn nicht nutzt – bis er verschwunden ist:
| Rentenbeginn | mit 45 Beitragsjahren | ohne | Vorsprung |
|---|---|---|---|
| mit 65 Jahren | 1.812,78 € | 1.682,27 € | 130,51 € |
| mit 66 Jahren | 1.850,11 € | 1.783,51 € | 66,60 € |
| mit 67 Jahren | 1.887,44 € | 1.887,44 € | – |
| mit 68 Jahren | 2.040,25 € | 2.040,25 € | – |
An der Regelaltersgrenze bekommen beide auf den Cent dasselbe. Die 45 Beitragsjahre, die § 51 Abs. 3a SGB VI so eng definiert, dass Arbeitslosengeldzeiten in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn ausdrücklich nicht zählen, sind dann ohne jeden Wert für die Rentenhöhe. Sie sind kein Bonus auf die Rente, sondern ein Termin: 24 Monate früher aufhören zu dürfen, ohne dafür zu bezahlen.
Daraus folgt etwas, das der Intuition zuwiderläuft. Dieselben zwei zusätzlichen Arbeitsjahre zwischen 65 und 67 bringen dem Versicherten mit den 45 Beitragsjahren 74,66 € mehr Bruttorente, dem Versicherten ohne sie dagegen 205,17 € – das 2,7-Fache. Wer das Privileg hat, hat den schwächeren Anreiz weiterzuarbeiten.
Was der Rechner oben zeigt
Der Rechner am Anfang dieser Seite fragt Geburtsjahr und Rentenjahr ab und rechnet deshalb in ganzen Jahren. Der Sprung ist dort trotzdem sichtbar, nur grober: Für dasselbe Profil – Jahrgang 1964, 40 Entgeltpunkte, 3.800 € brutto – ergeben sich diese Werte.
| Rentenbeginn mit | Zugangsfaktor (45 Jahre) | Bruttorente | Zugangsfaktor (ohne) | Bruttorente |
|---|---|---|---|---|
| 63 Jahren | 0,856 | 1.487,84 € | 0,856 | 1.487,84 € |
| 64 Jahren | 0,892 | 1.583,71 € | 0,892 | 1.583,71 € |
| 65 Jahren | 1,000 | 1.812,78 € | 0,928 | 1.682,27 € |
| 66 Jahren | 1,000 | 1.850,11 € | 0,964 | 1.783,51 € |
| 67 Jahren | 1,000 | 1.887,44 € | 1,000 | 1.887,44 € |
| 68 Jahren | 1,060 | 2.040,25 € | 1,060 | 2.040,25 € |
Das Jahr von 64 auf 65 bringt 229,07 €, das Jahr davor nur 95,87 €. Die beiden letzten Spalten zeigen denselben Menschen ohne die 45 Beitragsjahre; dort wachsen die Beträge gleichmäßig. Wer den genauen Monat treffen will, braucht die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung – nur dort steht, wann die 45 Jahre tatsächlich voll sind.
Zwei Konstanten, die in den beiden Sätzen stecken
Die übliche Frage lautet: Wie lange muss ich leben, damit sich das Abwarten gelohnt hat? Für den Zugangsfaktor allein hat sie eine überraschend einfache Antwort, weil sich die Zahl der vorgezogenen Monate aus der Rechnung herauskürzt. Wer n Monate vor der Regelaltersgrenze beginnt, bezieht eine um 0,003 × n gekürzte Rente, dafür n Monate länger. Beide Summen sind gleich groß nach 1 ÷ 0,003 = 333,3 Monaten, gerechnet ab dem vorgezogenen Beginn – also nach 27 Jahren und 9 Monaten, ganz gleich, ob man einen Monat oder vier Jahre vorzieht.
| Vorgezogen um | Zugangsfaktor | Break-even ab Rentenbeginn |
|---|---|---|
| 1 Monat | 0,997 | 333,3 Monate |
| 6 Monate | 0,982 | 333,3 Monate |
| 24 Monate | 0,928 | 333,3 Monate |
| 48 Monate | 0,856 | 333,3 Monate |
Für den Zuschlag gilt dasselbe mit der anderen Zahl: 1 ÷ 0,005 = 200 Monate, 16 Jahre und 8 Monate ab dem aufgeschobenen Beginn. Der Aufschub rechnet sich also rund 1,67-mal so schnell wie der Vorbezug – exakt im Verhältnis der beiden Sätze des § 77 Abs. 2 SGB VI.
Die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge ändern an diesen Konstanten nichts. Sie sind ein fester Anteil der Bruttorente – nach § 249a Satz 1 SGB V die Hälfte des Krankenkassensatzes, nach § 59 Abs. 1 Satz 1 SGB XI der volle Pflegesatz –, hier zusammen 12,35 %. Beide Seiten des Vergleichs schrumpfen um denselben Prozentsatz, der Schnittpunkt bleibt stehen. Vom Sprung an der Altersgrenze bleiben nach Beiträgen 121,68 € im Monat übrig.
Wichtiger ist ein anderer Einwand, und er verschiebt das Ergebnis erheblich: Die Konstante von 333,3 Monaten vergleicht nur Zugangsfaktoren. Wer früher geht, zahlt in den vorgezogenen Jahren auch keine Beiträge mehr und sammelt keine Entgeltpunkte. Für unser Beispiel ohne die 45 Beitragsjahre – Rentenbeginn mit 63 statt mit 67 – heißt das: 1.487,84 € gegen 1.887,44 €. Der Break-even liegt dann im Alter von 81 Jahren und 11 Monaten statt im Alter von 90 Jahren und 9 Monaten. Die vier Jahre ohne Beiträge ziehen ihn um 8 Jahre und 10 Monate nach vorn.
Hängt der Sprung am Einkommen?
Am Zugangsfaktor nicht. Er multipliziert sämtliche Entgeltpunkte, der Sprung beträgt deshalb für jeden dieselben 7,5 Prozentpunkte – in Euro trifft er die Höherverdienenden entsprechend härter.
| Entgeltpunkte heute | Rente an der Altersgrenze | einen Monat früher | Sprung | Anteil |
|---|---|---|---|---|
| 25 | 1.174,98 € | 1.083,98 € | 91,00 € | 7,74 % |
| 30 | 1.387,58 € | 1.280,64 € | 106,94 € | 7,71 % |
| 40 | 1.812,78 € | 1.673,95 € | 138,83 € | 7,66 % |
| 50 | 2.237,98 € | 2.067,26 € | 170,72 € | 7,63 % |
| 60 | 2.663,18 € | 2.460,57 € | 202,61 € | 7,61 % |
Dass der Anteil in der letzten Spalte trotzdem leicht fällt, liegt nicht am Zugangsfaktor, sondern am zusätzlichen Beitragsmonat, der in der Rente an der Altersgrenze mit drinsteckt: Bei einem kleinen Konto wiegt er relativ mehr. Mit wachsendem Konto nähert sich der Anteil den 7,5 Prozentpunkten von oben an.
Nach oben ist die Kurve gedeckelt. Beiträge werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 € im Jahr erhoben, ein Jahr kann deshalb höchstens 1,9521 Entgeltpunkte einbringen – die Grenze geteilt durch das vorläufige Durchschnittsentgelt von 51.944 € (§ 70 Abs. 1 SGB VI, § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 1 SVBezGrV 2026). Wer mehr verdient, sammelt nicht schneller.
Was diese Rechnung nicht abbildet
Alle Beträge stehen in heutigen Werten. Der aktuelle Rentenwert von 42,52 € je Entgeltpunkt gilt seit dem 1. Juli 2026 (§ 1 RWBestV 2026), das vorläufige Durchschnittsentgelt und die Beitragsbemessungsgrenze für 2026. Alle drei steigen künftig etwa im Gleichlauf mit den Löhnen. Wer unterstellt, dass sein eigenes Gehalt mitwächst, liest die Ergebnisse als heutige Kaufkraft – nicht als späteren Zahlbetrag. Was Kaufkraft und Nominalbetrag über Jahrzehnte trennt, steht im Artikel zur Inflationsrate.
Nicht enthalten sind Entgeltpunkte, die nicht aus Arbeitsentgelt stammen: Kindererziehungszeiten nach § 70 Abs. 2 SGB VI mit 0,0833 Entgeltpunkten je Kalendermonat, Berücksichtigungs- und Anrechnungszeiten, Zuschläge aus einem Versorgungsausgleich und der Grundrentenzuschlag des § 76g SGB VI. Alle erhöhen das Konto und damit auch den Sprung, den dieser Artikel beschreibt – an seiner Mechanik ändern sie nichts.
Ebenfalls nicht abgebildet sind die vorgezogenen Altersgrenzen für schwerbehinderte Menschen (§ 37, § 236a SGB VI) und die Ausnahmen des § 235 Abs. 2 Satz 2 SGB VI für Altersteilzeit und Anpassungsgeld im Bergbau. Wer darunterfällt, hat andere Bezugspunkte – der Sprung liegt dann an einer anderen Stelle, aber er liegt.
Und schließlich fehlt die Einkommensteuer. Renten sind steuerpflichtig, der Besteuerungsanteil richtet sich nach dem Jahr des Rentenbeginns (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG). Wie viel davon tatsächlich anfällt, hängt von allen Einkünften des Haushalts ab und lässt sich aus der Rente allein nicht bestimmen. Für den Vergleich zweier Rentenbeginne ist das weniger schlimm, als es klingt: Beide Seiten werden nach denselben Regeln besteuert. Für die Rentenlücke, die der Rechner oben ausweist, ist es dagegen erheblich – sie fällt real größer aus. Wie die Beiträge der Rentner im Einzelnen zustande kommen, steht im Artikel zur Pflegeversicherung.