Wohnen & Immobilien

Mit dem Mietrendite-Rechner berechnen Sie die Brutto- und Nettorendite einer Mietimmobilie. So können Sie verschiedene Anlageobjekte objektiv vergleichen und fundierte Investitionsentscheidungen treffen. Der Rechner berücksichtigt neben den Mieteinnahmen auch Verwaltungskosten, Instandhaltung und Mietausfallrisiko.

Nettorendite
— %

So wird gerechnet

Die Bruttorendite ergibt sich aus Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis, die Nettorendite berücksichtigt zusätzlich alle nicht umlagefähigen Kosten. Mieteinnahmen unterliegen der Einkommensteuer nach § 21 EStG und können durch Abschreibung (AfA) nach § 7 EStG steuerlich optimiert werden. Für Wohngebäude beträgt die lineare AfA in der Regel 2 % jährlich über 50 Jahre.

Bruttorendite = Jahresmiete / Kaufpreis.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite?

Die Bruttomietrendite berechnet sich aus Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis. Die Nettomietrendite zieht alle laufenden Kosten ab: Verwaltung, Instandhaltung, nicht umlagefähige Betriebskosten und Mietausfallrisiko. Bei einem Kaufpreis von 300.000 € und 14.400 € Jahresmiete beträgt die Bruttorendite 4,8%, die Nettorendite nach Abzug von ca. 2.500 € Kosten nur noch 3,97%.

Ab welcher Mietrendite lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage?

Als Faustregel gilt: Unter 2,5% Nettorendite ist die Anlage problematisch, 3-4% gelten als solide, ab 5% als sehr gut. Entscheidend ist der Vergleich mit dem Finanzierungszins. Bei einem Darlehenszins von 3,5% sollte die Nettorendite deutlich darüber liegen, um nach Steuern und Rücklagen einen positiven Cashflow zu erzielen.

Welche Kosten werden bei der Nettorendite berücksichtigt?

Zur Nettoberechnung gehören: nicht umlagefähige Betriebskosten (Verwaltung, Kontoführung), Instandhaltungsrücklage (ca. 1-1,5% des Gebäudewerts pro Jahr), Mietausfallwagnis (2-4% der Jahresmiete) und gegebenenfalls Hausverwaltungskosten. Steuern werden in der Regel separat betrachtet, da sie vom persönlichen Steuersatz abhängen.

Wie beeinflusst die Wertsteigerung die Gesamtrendite?

Die Gesamtrendite setzt sich aus Mietrendite plus Wertsteigerung zusammen. In vielen deutschen Großstädten lag die jährliche Wertsteigerung in den letzten Jahren bei 3-5%. Eine Immobilie mit 2% Mietrendite und 3% Wertsteigerung erzielt damit 5% Gesamtrendite. Allerdings ist die Wertsteigerung nicht garantiert und kann regional stark schwanken.

Sollte ich die Kaufnebenkosten in die Renditeberechnung einbeziehen?

Ja, für eine realistische Betrachtung unbedingt. Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) betragen je nach Bundesland 8-15% des Kaufpreises. Bei 300.000 € Kaufpreis und 12% Nebenkosten investieren Sie tatsächlich 336.000 €. Die Bruttorendite sinkt dadurch von 4,8% auf 4,3%.

Mietrendite berechnen und bewerten: Leitfaden für Kapitalanleger

Die Mietrendite ist die wichtigste Kennzahl für Immobilieninvestoren. Sie gibt an, wie profitabel eine vermietete Immobilie im Verhältnis zum eingesetzten Kapital ist. Dabei unterscheidet man zwischen Bruttomietrendite (Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis) und Nettomietrendite, die alle laufenden Kosten berücksichtigt.

Berechnung der Bruttomietrendite: Die Formel ist einfach: Jahreskaltmiete / Kaufpreis x 100. Bei einer Wohnung für 250.000 € mit 900 € Monatsmiete ergibt sich: 10.800 € / 250.000 € = 4,32% Bruttorendite. Diese Zahl eignet sich zum schnellen Vergleich verschiedener Objekte, bildet aber nicht die tatsächliche Rentabilität ab.

Nettomietrendite als realistischer Maßstab: Von der Jahresmiete müssen Sie abziehen: nicht umlagefähige Betriebskosten (Hausverwaltung, Kontoführung), Instandhaltungsrücklage (empfohlen: 7-10 € pro m² jährlich bei Altbauten, 5-7 € bei Neubauten), Mietausfallrisiko (Leerstand, Zahlungsausfall) und gegebenenfalls Sonderverwaltungskosten. Im obigen Beispiel reduziert sich die Rendite typischerweise um 0,5-1,0 Prozentpunkte.

Kaufnebenkosten nicht vergessen: Grunderwerbsteuer (3,5-6,5% je nach Bundesland), Notarkosten (ca. 1,5%) und Maklerprovision (bis 3,57% inkl. MwSt.) erhöhen Ihre tatsächliche Investitionssumme erheblich. In Nordrhein-Westfalen zahlen Sie bei 250.000 € Kaufpreis rund 28.750 € Nebenkosten. Die Gesamtinvestition beträgt damit 278.750 €, was die Bruttorendite auf 3,87% senkt.

Steuerliche Aspekte: Mieteinnahmen sind einkommensteuerpflichtig. Gleichzeitig können Sie Abschreibungen (2% bei Baujahr ab 1925, 2,5% bei älteren Gebäuden, 3% bei Neubauten ab 2023) sowie Darlehenszinsen steuerlich geltend machen. Bei einem Steuersatz von 42% und hoher Fremdfinanzierung kann die Nachsteuerrendite dadurch sogar steigen.

Vergleich mit alternativen Anlagen: Die Mietrendite sollte immer im Kontext anderer Anlageformen betrachtet werden. Festgeld bietet aktuell 2,5-3,5% bei null Aufwand. Aktien-ETFs erzielen langfristig 7-8% pro Jahr. Der Vorteil der Immobilie liegt im Hebeleffekt der Fremdfinanzierung und der Inflationssicherheit realer Sachwerte.