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Mit dem Notgroschen-Rechner berechnen Sie die empfohlene Höhe Ihrer Notfallreserve. Basierend auf Ihren monatlichen Ausgaben und Ihrer Lebenssituation erfahren Sie, wie viel Geld Sie als Sicherheitspuffer bereithalten sollten.

Empfohlener Notgroschen
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So wird gerechnet

Die Faustformel empfiehlt 3-6 Netto-Monatsausgaben als Reserve auf einem Tagesgeldkonto. Selbstständige sollten 6-12 Monate vorhalten, da kein Arbeitslosengeld-Anspruch besteht. Der Notgroschen ist durch die Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt.

3-6 Monatsausgaben.

Häufige Fragen

Wie viel sollte mein Notgroschen sein?

Faustregel: 3-6 Monatsausgaben. Wer sicherer arbeiten kann (Beamte), 3 Monate. Unsichere Beschäftigung oder Kinder: 6+ Monate. Selbstständige: 6-12 Monate.

Wo lagere ich meinen Notgroschen?

Tagesgeldkonto ist ideal: liquide (jederzeit abrufbar), sicher (Einlagensicherung) und zinsträchtig. Sparbuch ist zu langsam. Depot/Aktien sind zu volatil für Notfallfonds.

Zählt Kreditrahmen als Notgroschen?

Nein! Ein verfügbarer Kreditrahmen ist keine echte Rücklagen. Was, wenn die Bank es sperrt? Echter Notgroschen = echtes Geld auf dem Konto.

Muss ich jeden Monat Geld sparen, um den Notgroschen aufzubauen?

Ja, wenn du einen aufbauen musst. Sparziel: monatlich 5-10% des Einkommens für den Aufbau. Mit 2.000€/Monat und 5% Sparquote = 6.000€ in 1 Jahr aufgebaut.

Was mache ich mit dem Geld über Notgroschen?

Investieren! ETF-Sparpläne, Immobilien, Schuldentilgung. Das Geld arbeitet für dich, statt zu schlafen. Notgroschen = Versicherung. Der Rest = Vermögensaufbau.

So funktioniert der Notgroschen

Was ist ein Notgroschen? Ein Notgroschen ist eine finanzielle Reserve, die ausschließlich für unerwartete Ausgaben und Notfälle bereitgehalten wird. Anders als Sparguthaben oder Investitionen dient der Notgroschen nicht dem Vermögensaufbau, sondern der Absicherung gegen unvorhergesehene Ereignisse. Typische Situationen, in denen ein Notgroschen zum Einsatz kommt, sind etwa eine dringende Auto-Reparatur, der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes, eine kaputte Waschmaschine, unerwartete Arztrechnungen oder eine notwendige Wohnungsreparatur. Ohne diese Rücklage geraten viele Menschen in teure Dispositionskredite oder müssen Konsumkredite aufnehmen.

Wie viel sollte man als Notgroschen sparen? Die gängige Faustregel lautet: Drei bis sechs Monatsausgaben sollten als Notgroschen beiseitegelegt werden. Die genaue Höhe hängt von der individuellen Lebenssituation ab:

  • Beamte und unbefristet Angestellte: 3 Monate Ausgaben reichen in der Regel aus, da das Einkommen sehr sicher ist.
  • Befristet Angestellte und Arbeiter: 4 bis 5 Monate sind empfehlenswert, da das Risiko eines Jobverlustes höher ist.
  • Selbstständige und Freiberufler: 6 bis 12 Monate sollten eingeplant werden, da Einnahmen schwanken und kein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht.
  • Familien mit Kindern: Pro Kind sollte etwa ein halber Monat zusätzlich eingeplant werden, da unerwartete Ausgaben häufiger auftreten.
  • Zweites Einkommen im Haushalt: Reduziert das Risiko und damit den benötigten Notgroschen um etwa einen Monat.

Konkrete Beispiele: Ein Single mit 1.800 Euro monatlichen Ausgaben sollte zwischen 5.400 und 10.800 Euro zurücklegen, wobei ein Mittelwert von rund 7.000 Euro eine solide Basis bildet. Eine Familie mit zwei Kindern und 3.000 Euro Monatsausgaben benötigt dagegen eher 12.000 bis 15.000 Euro als Notfallreserve. Grundsätzlich gilt: Lieber etwas mehr als zu wenig, denn ein gut gefüllter Notgroschen gibt Sicherheit und verhindert stressige finanzielle Engpässe.

Wo den Notgroschen anlegen? Der ideale Ort für den Notgroschen ist ein Tagesgeldkonto. Es bietet drei entscheidende Vorteile: Das Geld ist jederzeit verfügbar (hohe Liquidität), es ist durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank geschützt, und es bringt zumindest eine kleine Verzinsung. Sparbücher sind wegen der langen Kündigungsfristen weniger geeignet. Aktien, ETFs oder andere Wertpapiere sind für den Notgroschen ungeeignet, da sie im Wert schwanken und im Notfall möglicherweise mit Verlust verkauft werden müssten. Auch ein Kreditrahmen auf dem Girokonto ersetzt keinen Notgroschen, denn die Bank kann diesen jederzeit kürzen oder streichen.

Unterschied zum Sparen und Investieren: Der Notgroschen ist kein Sparplan und keine Geldanlage. Er ist eine Versicherung gegen finanzielle Notfälle. Erst wenn der Notgroschen vollständig aufgebaut ist, sollte überschüssiges Geld in den Vermögensaufbau fließen, etwa über ETF-Sparpläne, Festgeld oder die Tilgung bestehender Schulden. Wer beides gleichzeitig versucht, riskiert, im Notfall seine Investitionen mit Verlust auflösen zu müssen.

Aufbau-Strategie: Wer noch keinen Notgroschen hat, sollte monatlich 5 bis 10 Prozent des Nettoeinkommens dafür zurücklegen. Bei einem Nettoeinkommen von 2.000 Euro und einer Sparquote von 10 Prozent sind das 200 Euro pro Monat. Damit wäre ein Notgroschen von 6.000 Euro in zweieinhalb Jahren aufgebaut. Um den Aufbau zu beschleunigen, können Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, Steuererstattungen oder Bonuszahlungen direkt in den Notgroschen fließen.