Geld & Gehalt

Mit dem Rentenlücken-Rechner berechnen Sie, wie groß die Lücke zwischen Ihrer gesetzlichen Rente und Ihrem Lebensstandard ist – und wie viel Sie sparen müssen.

Erwartete gesetzliche Rente
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Geplantes Ausgabenniveau
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Monatliche Rentenlücke
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Notwendige monatliche Sparquote
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So wird gerechnet

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen der erwarteten Rente und den geplanten Lebenshaltungskosten im Alter. Eine Ersparnis von 50-70% des Erwerbstätigeneinkommens ist realistisch.

Berechnung auf Basis durchschnittlicher Rentenniveaus.

Häufige Fragen

Was ist eine Rentenlücke?

Die Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und den Lebenshaltungskosten im Alter. Wenn die Rente 2.000€ ist, aber Sie 3.000€ brauchen, beträgt die Lücke 1.000€/Monat.

Wie groß ist die Rentenlücke im Schnitt?

Ein Angestellter mit Nettolohn 3.000€ bekommt später ca. 60% davon (1.800€) Rente. Die Lücke beträgt ca. 40% des Einkommens.

Wie viel muss ich monatlich sparen?

Faustregel: 10-15% des Einkommens für zusätzliche Altersvorsorge. Bei 3.000€ Netto bedeutet das 300-450€/Monat zusätzlich.

Wann sollte ich anfangen zu sparen?

So früh wie möglich! Der Zinseszins-Effekt verdoppelt Ihre Ersparnisse über 30 Jahre. Mit 25 angefangen spart man leichter als mit 45.

Welche Sparformen sind sinnvoll?

Riester-Rente (staatliche Zulagen), betriebliche Altersvorsorge (Steuerersparnis), Sparpläne (ETF, Fondssparpläne), private Rente (flexible Beitragszahlung).

Rentenlücke schließen: So sichern Sie Ihren Lebensstandard

Die Rentenlücke ist eines der größten finanziellen Risiken für Arbeitnehmer in Deutschland. Das aktuelle Rentenniveau liegt bei etwa 48% des Durchschnittseinkommens - Tendenz sinkend. Wer heute 3.000 Euro netto verdient, erhält nach 45 Beitragsjahren eine gesetzliche Rente von ungefähr 1.500-1.800 Euro. Die Differenz zum gewohnten Lebensstandard muss privat gedeckt werden.

Die drei Säulen der Altersvorsorge: Das deutsche Rentensystem basiert auf drei Säulen: der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) und der privaten Vorsorge. Seit 2002 haben Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung in der bAV. Bis zu 302 Euro monatlich (2024) können steuer- und sozialabgabenfrei in eine Direktversicherung fließen - ein enormer Vorteil gegenüber privater Vorsorge.

Wie hoch ist Ihre Rentenlücke? Als Faustregel benötigen Rentner etwa 80% ihres letzten Nettoeinkommens, um den Lebensstandard zu halten. Manche Kosten fallen weg (Berufskleidung, Pendeln), andere steigen (Gesundheit, Freizeit). Prüfen Sie Ihre jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung - dort steht Ihre voraussichtliche Rente bei Weiterbeschäftigung bis zum Rentenalter.

Früh anfangen zahlt sich massiv aus: Wer mit 25 Jahren beginnt, monatlich 200 Euro bei 6% Rendite anzulegen, hat mit 67 etwa 380.000 Euro. Wer erst mit 40 anfängt, müsste für dasselbe Ergebnis 550 Euro monatlich investieren. Der Zinseszins-Effekt ist der stärkste Verbündete bei der Altersvorsorge.

Praxistipp: Nutzen Sie zunächst alle staatlich geförderten Möglichkeiten: Arbeitgeber-Zuschuss zur bAV (mindestens 15% seit 2022), Riester-Zulagen (175 Euro Grundzulage plus 300 Euro pro Kind), und den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro. Erst wenn diese ausgeschöpft sind, investieren Sie darüber hinaus privat - am besten in kostengünstige ETF-Sparpläne.