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Deine Rechner als Unternehmer

Gewerbesteuer, GmbH-Vergleich, Homeoffice-Pauschale und Altersvorsorge – alle wichtigen Rechner für Selbstständige und Freiberufler.

Finanzwissen für Selbstständige: Steuern, Rechtsform und Vorsorge

Als Selbstständiger oder Freiberufler bist du für deine Finanzen selbst verantwortlich -- von der Steuererklärung bis zur Altersvorsorge. Das bietet Freiheiten, erfordert aber auch mehr Planung als im Angestelltenverhältnis. Unsere Rechner helfen dir, den überblick über Steuerlast, Betriebsausgaben und Vorsorge zu behalten.

Steuerarten: Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer

Selbstständige zahlen Einkommensteuer auf ihren Gewinn. Hinzu kommt die Umsatzsteuer (19 Prozent bzw. 7 Prozent), die du auf deine Rechnungen aufschlägst und ans Finanzamt abführst. Kleinunternehmer mit einem Umsatz unter 22.000 Euro im Vorjahr können die Kleinunternehmerregelung nutzen und auf die Umsatzsteuer verzichten. Gewerbetreibende zahlen zusätzlich Gewerbesteuer -- Freiberufler sind davon befreit. Der Freibetrag liegt bei 24.500 Euro Gewerbeertrag. Nutze unseren Gewerbesteuer-Rechner und Umsatzsteuer-Rechner, um deine tatsächliche Steuerlast zu ermitteln.

Rechtsformwahl: Einzelunternehmen oder GmbH?

Die Wahl der Rechtsform hat erhebliche steuerliche und rechtliche Auswirkungen. Ein Einzelunternehmen ist schnell und kostengünstig gegründet, birgt aber das Risiko der persönlichen Haftung. Die GmbH bietet Haftungsbeschränkung, erfordert jedoch ein Stammkapital von 25.000 Euro und verursacht höhere laufende Kosten durch Buchführungspflichten. Steuerlich wird es ab einem Gewinn von etwa 60.000 bis 80.000 Euro interessant, über eine GmbH nachzudenken -- dank des körperschaftlichen Steuersatzes von rund 30 Prozent gegenüber dem progressiven Einkommensteuertarif. Unser GmbH-vs-Einzelunternehmen-Rechner vergleicht beide Varianten für deine Situation.

Vorsorge: Keine Pflicht, aber unverzichtbar

Anders als Angestellte bist du als Selbstständiger in der Regel nicht gesetzlich rentenversichert. Das bedeutet mehr Freiheit, aber auch die volle Verantwortung für deine Altersvorsorge. Private Rentenversicherungen, ETF-Sparpläne oder die freiwillige gesetzliche Rentenversicherung sind gängige Optionen. Experten empfehlen, mindestens 15 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens für die Vorsorge zurückzulegen. Auch ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsumsätzen ist für Selbstständige besonders wichtig, um Auftragsflauten zu überbrücken.

Betriebsausgaben richtig absetzen

Betriebsausgaben mindern deinen Gewinn und damit deine Steuerlast. Absetzbar sind alle Ausgaben, die betrieblich veranlasst sind: Büroausstattung, Software, Telefon- und Internetkosten, Fortbildungen, Geschäftsreisen und Fachliteratur. Ein häusliches Arbeitszimmer kann abgesetzt werden, wenn es den Mittelpunkt deiner beruflichen Tätigkeit darstellt. Alternativ steht dir die Homeoffice-Pauschale zu. Bewirtungskosten sind zu 70 Prozent absetzbar, wenn sie geschäftlich veranlasst sind. Führe sorgfältig Buch und bewahre alle Belege auf -- das Finanzamt kann Nachweise verlangen.

Häufige Fragen

Muss ich Gewerbesteuer zahlen?

Gewerbesteuer fällt nur für Gewerbetreibende an, nicht für Freiberufler. Freie Berufe wie Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Journalisten oder Künstler sind befreit. Gewerbetreibende zahlen Gewerbesteuer erst ab einem Freibetrag von 24.500 Euro Gewerbeertrag. Die Höhe hängt vom Hebesatz deiner Gemeinde ab und liegt typischerweise zwischen 7 und 17 Prozent des Gewerbeertrags. Die Gewerbesteuer wird allerdings teilweise auf die Einkommensteuer angerechnet.

GmbH oder Einzelunternehmen -- was ist besser?

Das hängt von deinem Gewinn, deinem Haftungsrisiko und deinen Wachstumsplänen ab. Ein Einzelunternehmen eignet sich für den Start: keine Gründungskosten, einfache Buchführung (EÜR), volle Kontrolle. Die GmbH lohnt sich steuerlich ab etwa 60.000 bis 80.000 Euro Gewinn, bietet Haftungsschutz und wirkt professioneller. Allerdings bringt sie Pflichten mit: doppelte Buchführung, Jahresabschluss und Veröffentlichung im Bundesanzeiger.

Wie viel Steuern zahle ich als Selbstständiger?

Das hängt von deinem Gewinn ab. Auf den Gewinn (Einnahmen minus Betriebsausgaben) zahlst du Einkommensteuer nach dem progressiven Steuertarif (14 bis 45 Prozent). Hinzu kommen ggf. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Gewerbetreibende zahlen zusätzlich Gewerbesteuer. Als Faustregel solltest du etwa 30 bis 40 Prozent deines Gewinns für Steuern zurücklegen. Unser Steuernachzahlungs-Rechner hilft dir, die voraussichtliche Steuerlast zu schätzen.

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